Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.

 

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Aktuell


Neuerscheinung:

Mongolische Notizen 2007
Mitteilungen der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft

Die jährlich erscheinende Zeitschrift Mongolische Notizen bietet fundierte Berichte und Analysen zu Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur der Mongolen – nicht nur in der unabhängigen Mongolei, sondern auch in der zu China gehörenden Inneren Mongolei und im russischen Burjatien.

Aktuelle Ausgabe:  2007
189 Seiten
ISSN 0937-8618
Erscheinungsdatum: 13.10.2007

12,00 Euro

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Bilder aus der Ferne
Historische Fotografien des Mongoleiforschers Hermann Consten

Als sich Hermann Consten (1878-1957) Anfang der 1920er Jahre im thüringischen Bad Blankenburg niederläßt, ahnt er nicht, daß es hier zu einer schicksalsschweren Begegnung kommen würde. Zunächst genießt er den Ruhm, den ihm seine zwischen 1907 und 1913 unternommenen Expeditionen durch die Mongolei einbrachten. Von Bad Blankenburg aus unternimmt der mongoleikundige Kartograph, Geograph, Ethnologe, Kundschafter, Militärberater, Linguist und Buddhismusforscher ausgedehnte Vortragsreisen im gesamten deutschsprachigen Raum. Er veröffentlicht mehrere Mongolei-Romane, ihn besuchen prominente Asienforscher – darunter der berühmte Sven Hedin.
1925 schließlich empfängt Consten den mongolischen Erziehungsminister. Dessen Bitte um Aufbauhilfe für eine Akademie der Wissenschaften in Ulaanbaatar ist offensichtlich für den Deutschen die Initialzündung, einen langgehegten Plan in die Tat umzusetzen: Im Frühsommer 1928 bricht Consten von China aus in die Mongolei auf. Seine anvisierte große Expedition, durch die er sich wohl den Durchbruch als international anerkannter Mongolei-Forscher erhofft hatte, endet jedoch in der winterlichen Einöde an der Grenze zwischen China (sog. Innere Mongolei) und der Volksrepublik Mongolei (sog. Äußere Mongolei). Nach kurzer Haft und wenigen Wochen Aufenthalt in Ulaanbaatar muß Consten ins chinesische Beijing zurückreisen. Zwanzig Jahre wird er dort leben. Erst 1950 kehrt Consten mit seiner Ehefrau nach Deutschland zurück.
Constens bewegtes Leben wäre wohl dem Vergessen anheimgefallen ohne seine Leidenschaft für die Fotografie. Stets reiste er mit umfangreicher Kameraausrüstung. Consten dokumentierte alle seine Reisen und wurde so zum Zeugen mongolischen Alltagslebens sowie des wechselvollen Zeitgeschehens der Region. Porträts, Expeditions-, Tier- und Landschaftsaufnahmen, Ansichten von Klöstern und Tempeln zeigen die große Sensibilität, mit der sich Hermann Consten der fremden Kultur immer wieder aufs neue zu nähern vermochte.
Eleanor von Erdberg-Consten bewahrte den fotografischen Nachlaß ihres Mannes jahrzehntelang auf. Glücklichen Umständen und dem Engagement der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft ist zu danken, daß die Fotos im Jahr 2000 für die Öffentlichkeit entdeckt wurden und eine Auswahl nunmehr im Rahmen dieser Ausstellung zugänglich ist. Sie wird ergänzt durch ethnographische und persönliche Gegenstände aus dem Nachlaß Constens.



Übergabe der Constenfotoausstellung in der Deutschen Botschaft. V.l. M. Roßbach, M. Schuhmacher, D. Pfeil, D. Bumaa
(Foto: Dr. Renate Bormann)

Bilder bleiben in der Ferne
 „Heute hat uns hier ein trauriger und zugleich freudiger Anlass zusammengeführt. Die ‚Bilder aus der Ferne’ werden in Zukunft nicht mehr in der Deutschen Botschaft in Ulaanbaatar zu bestaunen sein, dafür kann sie die mongolische Öffentlichkeit demnächst im Nationalmuseum für Mongolische Geschichte betrachten." Mit diesen Worten eröffnete Matthias Schuhmacher, vertretungsweise an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückgekehrt, die Übergabezeremonie der Constenfotos an die Mongolen.
In seiner Eigenschaft als Präsident der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft überreichte Dirk Pfeil symbolisch eines der 100 Exponate und den Katalog an die stellvertretende Museumsdirektorin, Dr. Dashdendeviin Bumaa. „Ich freue mich, dass ich Ihnen die Ausstellung übergeben darf. Sie ist ein Symbol für die deutsch-mongolische Freundschaft und Zusammenarbeit. Gleichzeitig möchte ich meiner Vorgängerin im Amt,  Doris Götting, danken, die die Initiative für dieses Projekt hatte und das attraktive Begleitbuch zur Ausstellung ‚Bilder aus der Ferne’ verfasst hat. Vielleicht kann das Buch zu gegebener Zeit ins Mongolische übersetzt werden?"
Die Realisierung des Projekts gestaltete sich schwierig. „Die Negative wurden in einem alten Koffer unter einem alten Bett gefunden, die Herstellung der Positive war entsprechend aufwendig. Hilfe bekamen wir u. a. vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen."
In zwei Wochen wird der thüringische Ministerpräsident die Ausstellung in Erfurt eröffnen. Zuvor war sie bereits in Köln, in Schönefeld bei Berlin und in Heppenheim an der Bergstraße zu sehen. „Sie wird auch in Deutschland noch einige Jahre unterwegs sein."
Dr. Bumaa bedankte sich beim Präsidenten der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft, bei M. Schuhmacher und beim Kultur- und Presseattaché der Botschaft, Michael Roßbach für das wertvolle Geschenk. „Nicht nur für die mongolische Jugend wird es einer Offenbarung gleichkommen, die Mongolei von vor 100 Jahren sehen zu können."
Zum Dank überreichte sie ihrerseits den Katalog der mongolischen Erfolgsausstellung „Beziehung zwischen Mensch und Pferd".

(September 2007, Ulaanbaatar)


Die Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. präsentiert:

Ausstellung

Bilder aus der Ferne

Historische Fotografien des Mongoleiforschers Hermann Consten

„Aus der Ferne“ war ein geflügeltes Wort unter jungen Mongolen, die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zur Ausbildung in Deutschland waren und von dort neues Wissen in ihre zentralasiatische Heimat zurückbrachten.
1927 brach Hermann Consten (1878-1957), ein Privatgelehrter und Kenner der Mongolei aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, ein weiteres Mal in das Land seiner Sehnsucht auf. Es wurde eine Reise mit Hindernissen.
Über China und die Innere Mongolei reiste Consten ein. An der mongolischen Grenze wurde er verhaftet. Im tiefsten Winter musste er fast vier Monate lang in einer zugigen Jurte auf die Erlaubnis zur Weiterreise warten.
In der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator wurde Hermann Consten Zeuge der Veränderungen der Mongolei vom buddhistisch geprägten Nomadenland zur sozialistischen Republik.
Am Ende wies man ihn aus. Consten blieb völlig mittellos in China. Erst 20 Jahre nach der gescheiterten Mongolei-Expedition sollte er selbst „aus der Ferne“ nach Deutschland heimkehren.

„Das wiederaufgetauchte Reisetagebuch liest sich streckenweise wie ein Subtext zu den Fotografien, ohne dass diese ihrerseits dadurch zu visuellen Fixpunkten der Aufzeichnungen reduziert würden. Die Tagebuchnotizen erleichtern zwar ihre räumliche Zuordnung, aber die Fotografien entwickeln unabhängig davon ihre ganz eigene Bildsprache und erzählen eine ganz eigene Geschichte jenseits aller Exotik.“

 

 

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Die Farbe des Windes

Ein Mongolei-Buch der Malerin Waltraud Fischer

Das Buch steckt voller skurriler Geschichten und zauberhafter Bilder. Unter Stift und Pinsel dieser ungewöhnlichen Künstlerin, die viele Monate mit den Mongolen verbracht hat, ihre Sprache spricht und ihre Schrift beherrscht, hat der Wind der Mongolei im wahrsten Sinne des Wortes Farbe angenommen. Und seinen Duft spüren Sie auch.

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208 Seiten mit 14 ganzseitigen
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Last Update: 08. Dezember 2007