Mongolische
Chronik |
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Kultstätte für Tschingis Khan entdeckt? Archäologen vermuten, in der Steppe einen Palast Tschingis Khans entdeckt zu haben. Ein japanisch-mongolisches Forscherteam fand Überreste eines Palastes aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sowie einer Kultstätte, die vermutlich dem Andenken Tschingis Khans gewidmet war. Die Kultstätte befindet sich im selben Gebiet wie eine der drei Residenzen des Staatsgründers. Tschingis Khan habe den Palast um 1200 in Form eines einfachen Zeltes gebaut, die an vier hölzernen Säulen befestigt gewesen sei, erklärte Shinpei Kato, Emeritus der Tokyoter Kokugakuin-Universität und Mitglied des Grabungsteams. Entdeckt wurden die Überreste der Residenz bereits 2001; die Wissenschaftler vermuten, dass es sich hier um die zunächst noch nomadisierende "Hauptstadt" der Mongolen von 1180 bis 1230 gehandelt habe. Man nimmt nun an, dass sich die Grabstätte des Mongolenherrschers ganz in der Nähe der Kultstätte befinden muss. Sollte Katos Team die Grabstätte finden, möglicherweise auch die Gräber von Tschingis Khans Nachfolgern auf dem mongolischen Thron, so will der japanische Archäologe die Entscheidung darüber, ob die Gräber geöffnet werden sollen, seinen mongolischen Kollegen überlassen. Eine eventuelle Ausgrabung sollte von mongolischen Wissenschaftlern durchgeführt werden. (Zusammenfassung nach SpiegelOnline 6.10.2004)Österreichische Wissenschafts- und Kulturtage in der Mongolei. Vom 19. bis 22. Oktober fanden in der Mongolei österreichische Wissenschafts- und Kulturtage statt. Höhepunkt war die Premiere der Mozartoper „Don Giovanni" im Opern- und Balletttheater von Ulaanbaatar, eine Gemeinschaftsproduktion mongolischer und österreichischer Künstler. Die Idee für eine gemeinsame Opernproduktion war beim Besuch von Präsident Bagabandi im vergangenen Jahr in Wien geboren worden, das er anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern besucht hatte. Fast ein Jahr lang dauerten die Proben und Vorbereitungen. Gesungen wurde in italienischer Sprache. In Zukunft soll „Don Giovanni" einmal im Monat auf dem Spielplan des Hauses stehen. In den Tagen zuvor trafen sich Mongolen und Österreicher zu Rundtischgesprächen in der Staatsuniversität und der Technischen Universität. Die Europäische Union und die österreichische Regierung finanzieren 20 mongolischen Studenten ein Studium an einer österreichischen Hochschule. Beschlossen wurde u.a., den Buchbestand der österreichischen Bibliothek an der "Diplomatenschule" der Staatsuniversität zu verdoppeln. Österreich unterstützt die Mongolei bei der Gesundheitsfürsorge, in Kultur, Wissenschaft und Bildung, im Natur- und Umweltschutz (Wiederaufforstung), im Tourismus und beim Bau eines Wasserkraftwerkes. Mit Stand vom September 2004 waren sieben österreichische Firmen mit einer Investitionssumme von knapp zwei Millionen US-Dollar in der Mongolei tätig. Bevorzugte Wirtschaftszweige sind der Bergbau, die Verarbeitung von Rohstoffen aus der Tierhaltung, der Handel und Kommunikationstechnologie. (Zusammenfassung nach MongoleiOnline 18.-24.10.2004) Workshop zur Rettung der Gobi-Bären. Anfang November fand in Ulaanbaatar ein internationaler Workshop statt, der sich mit der Situation der vom Aussterben bedrohten Gobi-Bären befasste. Unter den 75 Teilnehmern befanden sich mongolische und ausländische Experten, Vertreter des Ministeriums für Natur und Umweltschutz, von Nicht-Regierungsorganisationen, Mitarbeiter der Naturreservate und lokale Umweltschützer. Umweltminister U. Barsbold eröffnete die Tagung. Auf dem Workshop wurden eine Reihe von Empfehlungen verabschiedet, darunter die Fortsetzung zusätzlicher Fütterung, eine gezielte wissenschaftliche Erfassung und Observierung des noch vorhandenen Bestandes an Gobi-Bären, ihrer Wanderungsbewegungen, ihres Habitat, ihrer Ernährungsgewohnheiten und der Todesursachen, ferner die Ausbildung einheimischen Fachpersonals in den jeweiligen Forschungsmethoden, verbessertes Training für die Ranger und Einbeziehung der Nomadenfamilien in die Konservierungsanstrengungen. Ferner soll eine Datenbank über die Lebens- und Umweltbedingungen der Gobi-Bären angelegt werden; genetische Analysen sollen Aufschluss über die Einzigartigkeit der Spezies bzw. eine mögliche Verwandtschaft mit den Tien-Shan-Bären geben, die in einem solchen Fall zur Auffüllung der Bestände in der Gobi ausgesiedelt werden könnten. Sollte sich anhand der gewonnenen Daten jedoch seine Einzigartigkeit herausstellen, so empfahlen die Experten entweder die Zucht in Zoos oder unter halbwilden Bedingungen. (Zusammenfassung nach www.un-mongolia.mn 3.11.2004) Flugzeugabsturz bei Baotou. Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in der Nähe der Stadt Baotou (Innere Mongolei) starben am 21. November 54 Menschen. Die Maschine vom Typ Bombardier CRJ-200 der Fluggesellschaft China Eastern Airlines stürzte unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Baotou in einen nahegelegenen zugefrorenen See. Das Flugzeug zerschellte beim Aufprall. Verkohlte Trümmer lagen auf dem Eis und am Ufer. An dem in einem Park gelegenen Absturzort wurde durch umherfliegende Trümmer ein Haus beschädigt, mehrere Boote gingen in Flammen auf. Feuerwehrmänner und Polizisten zerschlugen das Eis, um nach Opfern zu suchen. Über die Unglücksursache konnten die chinesischen Behörden zunächst keine Angaben machen. Der Himmel war zum Zeitpunkt des Unglücks klar. Augenzeugen berichteten, sie hatten eine Explosion gehört und einen großen Feuerball gesehen, bevor das Flugzeug aufgeschlagen sei. Aus dem Heck sei schwarzer Rauch entwichen. Die Maschine war auf dem Weg nach Shanghai. (Neue Zürcher Zeitung 22.11.2004) Deutsche Alumni-Woche in Ulaanbaatar. Im Rahmen der Sonderveranstaltungen zum 30-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Mongolei, organisierte die Mongolisch-Deutsche Brücke e.V. gemeinsam mit dem Mongolisch-Deutschen Forum, der VES-CDG, der Deutschen Informationsbibliothek (DIB) des Goethe-Instituts, dem Mongolisch-Deutschen Business Council, der Gesellschaft der Freunde der deutschen Sprache e.V. und anderen vom 22. bis 25. November eine deutsche Alumni-Woche in Ulaanbaatar. Dazu gehörten u.a. eine Informationsveranstaltung des DAAD über Studienmöglichkeiten in Deutschland, die Präsentation der neuen Informationsplattform der Deutsch-Mongolischen Alumni-Kontaktstelle (DMAKS), die von der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft betreut wird und ein Symposium zum Thema "Networking – Schlüssel zum Erfolg". Ferner fand zeitgleich eine Messe deutscher und mongolischer Firmen sowie eine Deutschland-Fotoausstellung statt. Vertreter der mongolischen Alumni-Organisationen, beschlossen bei einem Rundtischgespräch im Brauhaus in Ulaanbaatar, sich künftig zusammenzuschließen bzw. gemeinsam aufzutreten. Die Alumniwoche endete mit einer Vollversammlung der InWent-Alumni (früher Carl-Duisberg-Gesellschaft und Deutsche Stiftung für Entwicklung) im "National Legal Center". (Zusammenfassung nach MongoleiOnline und www.dmaks.net 30.11.2004) Dalai Lama besuchte Kalmückiens Buddhisten. Das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama, hat nach jahrelangen erfolglosen Versuchen ein Visum für einen Besuch in Russland erhalten. So konnte er der Teilrepublik Kalmückien Ende November einen dreitägigen Pastoralbesuch abstatten und in der Hauptstadt Elista einen neugebautes Kloster weihen. Zu einer Begegnung mit politischen Vertretern Kalmückiens kam es nicht. Ein Vertreter des russischen Außenministeriums unterstrich, Moskau respektiere den langgehegten Wunsch der über eine Million Menschen zählenden russischen Buddhisten nach einem Besuch ihres geistlichen Oberhaupts. Dies ändere jedoch nichts an Russlands Position in der Tibet-Frage, das als integraler Bestandteil der Volksrepublik China angesehen werde. Alle Vorgänge dort seien innere Angelegenheit Chinas. Kalmückiens Präsident Iljumschinow hatte den Dalai Lama seit 1996 regelmäßig eingeladen, doch hatte das Außenministerium in Moskau mit Rücksicht auf Proteste aus Peking die Visumserteilung stets verweigert. (Neue Zürcher Zeitung 27./28.11. u. 2.12.2004) Wirtschaftsdelegation aus der Inneren Mongolei bei Jörg Haider. Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider empfing am 5. 12. eine siebenköpfige Wirtschaftsdelegation aus der Inneren Mongolei. Bei dem gemeinsamen Gespräch hob Haider die bereits bestehenden Kontakte Kärntens zur Mongolischen Volksrepublik hervor. So wird mit Hilfe des Landes Kärnten in der Stadt Chojbalsan derzeit ein regionales Abfallwirtschaftssystem errichtet. Auf dem Gebiet der Energiewirtschaft, vor allem im Bereich der alternativen Energie, so betonte Haider, könne er sich auch eine "Technologie-Partnerschaft" mit der Inneren Mongolei vorstellen. Dabei könnten Kärntens Erfahrungen in Sachen Biomasse genutzt werden. Eine Partnerschaft würde auch die Exportchancen für Kärntner Unternehmen nach China erhöhen, so Haider. Die Delegation – es handelte sich um führende Vertreter des nordchinesischen Elektrizitätswerks NUPC – hielt sich auf Einladung der Entwicklungsagentur Kärnten und der Siemens AG für zwei Tage in dem österreichischen Bundesland auf. Sie informierte sich speziell über erneuerbare Energien und besuchte u.a. das Biomasse-Kraftwerk auf dem Katschberg. Die NUPC, die im Industriegebiet der innermongolischen Hauptstadt Huhhot angesiedelt ist, versorgt die Innere Mongolei mit elektrischer Energie, Dampf und heißem Wasser und betreibt zur Zeit Kohle- und Wasserkraftwerke mit einer Leistung von ca. 5 Gigawatt. (Zusammenfassung nach Österreich Journal 6.12.2004) Ehrenprofessur für deutschen Entwicklungshelfer. Dr. habil. Franz Volker Müller wurde am 1. Dezember zum Ehrenprofessor der Sektion Geographie der Mongolischen Staatsuniversität in Ulaanbaatar ernannt. Die Laudatoren würdigten Müller als einen Mann, der es verstanden habe, wissenschaftliche und praktische Arbeit so zu verbinden, dass ein höchstmöglicher Nutzen für das Land und die Viehhalter erzielt werden konnte. Müller hätte sein Wissen und seine langjährigen internationalen Erfahrungen auf dem Gebiet der Nomadismusforschung in die Zusammenarbeit mit den mongolischen Kollegen eingebracht, wertvolle Denkanstöße gegeben und daran mitgewirkt, sie in der Praxis umzusetzen. Zahlreiche Publikationen in deutschen, mongolischen, französischen, britischen und anderen wissenschaftlichen Zeitschriften begründeten darüber hinaus seinen internationalen Ruf als Nomadismus- und Landmanagementexperte. Prof. Müller befasst sich seit elf Jahren mit der Mongolei; in den letzten Jahren war er hauptsächlich als Projektkoordinator und –berater für die GTZ tätig; inzwischen wechselte er als Projektberater nach Kambodscha. In seinem Referat „Bodenmanagement in der Mongolei" beschrieb er in der Feierstunde Probleme, Defizite und Perspektiven der Landwirtschafts- und Bodenpolitik der Mongolei: Degradation der Weideflächen, der Druck auf die städtischen Siedlungen, v. a. auf die Hauptstadt, die bessere Nutzung des Humankapitals durch eine an internationalen Standards orientierte Universitätsausbildung und die Notwendigkeit, effiziente Marktstrukturen aufzubauen. Der Referent verwies ferner darauf, wie fruchtbringend die Schaffung von Netzwerken innerhalb der Region sei. Die Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und die deutsche technische Hilfe hätten bereits einen hohen Stand erreicht und könnten als Ausdruck für „die sich bestens entwickelnden mongolisch-deutschen Beziehungen angesehen werden". (Zusammenfassung nach MongoleiOnline 29.11.-5.12.2004) Steuern auf Wodka, Bier und Tabak sollen erhöht werden. Trotz Protesten der Alkohol- und Tabakproduzenten beschloss das Abgeordnetenhaus in seiner Sitzung am 2. Dezember, dem Vorschlag der Regierung, die Steuern für Wodka, Bier und Zigaretten zu erhöhen, zuzustimmen. Die Regierung erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von 12,5 Milliarden Tugrug. Gleichzeitig erklärt sie, die Mehreinnahmen seien nicht der wichtigste Grund für die Erhöhung gewesen. In erster Linie ginge es um die Eindämmung der privaten Produktion von billigem, schlechtem Alkohol, um die Reduzierung des Alkohol- und Tabakkonsums und somit um die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Ein Liter 40-prozentiger Alkohol wird mit 4 $ besteuert, bei Getränken mit einem Alkoholgehalt über 40 Prozent liegt der Steueranteil bei 6 $ pro Liter; importierter Wodka wird mit 8 bzw. 10 $ besteuert. 170 Unternehmen in der Mongolei besitzen eine Lizenz zur Produktion von Alkohol, aber nur drei von ihnen bezahlen jährlich an den Staatshaushalt eine Milliarde Tugrug und mehr. Einige Abgeordnete warnten vor der Zunahme illegaler Produktion und illegaler Einfuhr billigen Wodkas. Einheimisches Bier, das bisher nicht besteuert war, kostet nun 20 Cent und Importbier 50 Cent Steuern pro Liter. Mit 30 Cent wird ein Kilo Tabak besteuert, 60 Cent an Steuern fallen für je 100 Zigaretten (einheimische und importierte) an. Die Preise für einen Kubikmeter Wasser, das die Bergbauunternehmen nutzen, steigen von 6 auf 50 bis 150 Tugrug. Das Geld soll hauptsächlich den lokalen Haushalten zugute kommen. Staatspräsident N. Bagabandi legte gegen die Verabschiedung der neuen Steuer sein Veto ein. (Zusammenfassung nach MongoleiOnline 6.-12.12.2004) S. Oyun verlor MDK-Fraktionsvorsitz. Auf einer Fraktionssitzung der „Mutterland-Demokratie-Koalition" (MDK), die am 13.12. „hinter verschlossenen Türen" stattfand, wurde die bisherige Fraktionschefin und Vorsitzende der Bürgermut-Partei, S. Oyun, von ihrer Funktion entbunden, desgleichen ihre Stellvertreter S. Bayartsogt, R. Erdeneburen und N. Batbayar. Neuer Fraktionschef wurde der Vorsitzende der Demokratischen Partei, M. Enkhsaikhan, als seine Stellvertreter wurden L. Gundalai, Ts. Jargal und M. Zorigt gewählt. Damit hat die Demokratische Partei nahezu alle Posten innerhalb der Koalition „erobert". M. Enkhsaihan legte wenige Tage später sein Amt als Parteivorsitzender der DP nieder. Er machte damit dem früheren Parlamentspräsidenten R. Gonchigdorj Platz. Einige Führungsmitglieder der DP halten den überraschenden Wechsel an der Parteispitze für illegal. Wie es hieß, wurde bei einer Ratssitzung der MDK die Auflösung der Koalition beschlossen. DP und Bürgermut-Republikanische Partei dementierten jedoch eine entsprechende Meldung. Die MDK-Fraktion im Parlament setzte sich in einem offenen Brief an den Vorsitzenden, N. Enkhbayar dafür ein, die Arbeit der Fraktion und die Regierungsarbeit ohne Beeinträchtigungen fortzusetzen. Ein Vertreter der oppositionellen Mongolischen Revolutionären Volkspartei äußerte im Zusammenhang mit den Krisenzeichen innerhalb des demokratischen Wahlbündnisses auf einer Pressekonferenz die Vermutung, ein mögliches Auseinanderbrechens der Großen Koalition sei nicht von der Hand zu weisen, sollten die Parteien innerhalb der MDK nicht zu einer Einigung finden. Innerhalb der MDK-Fraktion entzündet sich Streit mit der Regierung Elbegdorj u.a. immer wieder am ursprünglichen Wahlversprechen, für jedes Kind 10.000 Tugrug monatliches Kindergeld zu zahlen. Die Regierung hat inzwischen entschieden, diese Summe auf 3.000, eventuell sogar noch weniger zu reduzieren. Außerdem soll das Geld nur einkommensschwachen Familien zugute kommen. (Zusammenfassung nach MongoleiOnline 13.-19.12.2004) 900 000 Arme in der Mongolei. Dem jüngsten Armutsbericht der UNDP zufolge leben in der Mongolei 900.000 Menschen unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht 36 Prozent der Bevölkerung. Zugrunde gelegt wurde ein monatliches Mindesteinkommen von 25.000 Tugrug pro Person. Es gibt der UN-Studie zufolge ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während die Zahl der Armen in den Städten bei 30% liegt, beträgt sie auf dem Lande 43%. Geographisch gesehen nimmt die Armut von Ost nach West zu. Mit etwa 50 % leben die meisten Armen in den westlichen Aimags. Außerdem gibt es saisonal bedingte Schwankungen: im zweiten und vierten Quartal liegt die Armutsrate um fünf Prozent höher als während des übrigen Jahres. Die Unterschiede zwischen armen und nicht-armen Haushalten werden auch beim Bildungsniveau und im Gesundheitswesen deutlich. Während die Schuleintrittsraten der Kinder zwischen den beiden Gruppen nahezu identisch ist, erreichen nur die Hälfte der Armen das 8. Schuljahr gegenüber einem Drittel der Nicht-Armen. Und obwohl beide Gruppen in etwa den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, geben die Nicht-Armen mehr als das Dreifache für ärztliche Leistungen aus. Vier von fünf Haushalten in der Mongolei erhalten bzw. leisten materielle Hilfe; 70 % sind Empfänger öffentlicher oder privater Unterstützung, während 30 % andere Haushalte mit unterstützen. Die UN-Studie dient dem Zweck, Programme zu entwickeln, die gezielter auf die Bedürfnisse der Armen abgestimmt und geeignet sind, die weitverbreitete Armut in der Mongolei wirksamer zu bekämpfen. (Zusammenfassung nach www.un-mongolia.mn, 10.12.2004) Büro der Mongolisch-Deutschen Brücke zog um. Die Rückkehrer- und Alumniorganisation Mongolisch-Deutsche Brücke e.V. in Ulaanbaatar, ist umgezogen. Ihr Büro befindet sich jetzt im Gebäude des MIGMA Center, Amar Street 2, 1. Stock, Raum 206, das sich mitten im Stadtzentrum befindet. Tel. +976-11-31-5990, e-Mail: mdbruecke@box.mn. Fünf Jahre Mongolisch-Deutsche Brücke e.V. Am 24. Dezember feierten die Mitglieder der Mongolisch-Deutschen Brücke und ihre Gäste nicht nur Weihnachten und das bevorstehende Neue Jahr, sondern gleichzeitig den 5. Gründungstag ihres Vereins. Zwei Tage vor Heiligabend 1999 hatten sich mongolische Absolventen deutscher Universitäten und Hochschulen in einem gemeinnützigen Verein zusammengeschlossen, um die deutsch-mongolischen Beziehungen zu fördern und sich gegenseitig Unterstützung bei der Wiedereingliederung im Heimatland zu geben. Zum 5. Jahrestag konnten die Gäste einen Dokumentarfilm über die „Brücke" und einige ihrer prominenten Mitglieder sehen; er enthielt auch Erinnerungen an die Reise der ersten mongolischen Schüler und Studenten Ende der 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts nach Deutschland. Die Stimmung war prächtig bei Tombola, Glühwein, Kerzenlicht, klassischer und Popmusik. Seit Dezember 2004 ist Ts. Batmunkh, Programm-Manager im Mongoleibüro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), neuer Vorstandsvorsitzender der Brücke, die zu den Partnerorganisationen der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. gehört. (Zusammenfassung nach MongoleiOnline 20.-26.12.2004) Wichtiger Terminhinweis! Bitte schon einmal vormerken: Die nächste Jahresmitgliederversammlung und Vortragsveranstaltung der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. wird diesmal früher stattfinden als sonst, und zwar am 2. und 3. Juli 2005 in Bonn. Einladungen und Programm gehen Ihnen rechtzeitig zu. ... und eine kleine Korrektur: Unsere geplante Ausstellung "Bilder aus der Ferne. Fotografien des Mongoleiforschers Hermann Consten 1927-1929" im Forum für Fotografie in Köln, wird nicht bis Ende September 2005 dort zu sehen sein, wie in den letzten "Mongolischen Notizen" steht, sondern nur bis zum 28.August 2005. Impressum: Herausgeber: Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.,
Geschäftsstelle: Rochusstr. 84, 53115 Bonn Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. Bankverbindung:
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