Mongolische
Chronik |
||||||||||||||||||||||||||||
|
Bagabandi bei Bush. Im Juli hielt sich Staatspräsident N. Bagabandi zu einem Arbeitsbesuch in den Vereinigten Staaten auf. In Washington traf er u.a. mit US-Präsident George W. Bush und Regierungsvertretern zusammen. In San Francisco hielt er einen Vortrag zum Thema "Die Mongolei, Nordostasien und die USA". (The Commonwealth, Juli/August 2004). Älteste Ohrringe der Welt in der Inneren Mongolei entdeckt. Chinesische Archäologen haben auf der Ausgrabungsstätte der Xinglongwa-Kultur in der Stadt Chifeng (Innere Mongolei) mehrere Jade-Ohrringe gefunden, die sie – bei einem geschätzten Alter von 7.500 bis 8.200 Jahren – für die wohl ältesten der Welt halten. (NZZ 9.8.04) Mongolei hat eine neue Regierung. Mit der Wahl von Tsakhiagijn Elbegdorj (Mongolisches Demokratisches Bündnis - MDB) zum neuen Ministerpräsidenten der Mongolei ist die politische Krise nach der Parlamentswahl vom Juni dieses Jahres so gut wie beigelegt. Der 41-jährige Elbegdorj führt die erste Große Koalition (mongol.: Ikh Evsel) von Demokratischer Partei (DP) und Mongolischer Revolutionärer Volkspartei (MRVP) an. Er war bereits 1998 für acht Monate Regierungschef gewesen, scheiterte damals aber an der inneren Zerrissenheit des demokratischen Bündnisses. Der bisherige Regierungschef N. Enkhbayar (MRVP) übernahm das Amt des Parlamentsvorsitzenden. Außerdem stellt die MRVP den Vizepremier und etwa die Hälfte der Kabinettsmitglieder. Bei der Wahl vom 27. Juni waren 36 Sitze auf die MRVP und 34 der insgesamt 72 Sitze im Staatshural auf die Demokraten entfallen. Das noch ausstehende Ergebnis in zwei Wahlkreisen wurde nach der Einigung der beiden stärksten Gruppierungen auf die Bildung einer Großen Koalition als nicht mehr relevant angesehen. (Info: Mongolische Botschaft, Berlin) "Die Geschichte vom weinenden Kamel" auf Video und DVD erhältlich. Allein in den deutschen Kinos haben bisher an die 300.000 Besucher den preisgekrönten Spielfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" der mongolischen Regisseurin Davaa und ihres italienischen Kollegen Luigi Falorni gesehen. In der Schweiz und in Österreich war der in der mongolischen Steppe produzierte Film ähnlich erfolgreich. Video und DVD wird man im Oktober kaufen können, über einen Fernsehtermin konnte die Verleih-Firma, Pro Kino, derzeit noch nichts sagen. Insgesamt ist der Film ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einem nicht-kommerziellen Thema, kommerziellen Erfolg haben kann. Die geringen Produktionskosten waren schon nach kurzer Zeit eingespielt. Preisgelder auf weltweiten Festivals kommen noch dazu. Der Film war Davaas Diplomarbeit an der Münchner Filmhochschule. (Monrise Newsletter, August 2004) Mongolische Olympiateilnehmer nur bedingt erfolgreich. An den olympischen Sommerspielen in Athen nahmen 17 mongolische Sportler, darunter sechs Frauen, teil. Die mongolischen Sportler traten in den Sparten Ringen, Judo, Gewichtheben, Boxen und im Schießen an. Die besten Medaillenchancen wurden der Schützin O. Gundegmaa (26) eingeräumt. Doch nicht sie, sondern der 20-jährige Judoka Ch. Tsagaanbaatar gewann eine der begehrten Medaillen für die Mongolei. In der Kategorie bis 60 kg besiegte er seine Gegner aus Indien, den USA, aus Südkorea und aus Spanien und gewann Bronze. Bisher haben mongolische Sportler bei neun olympischen Spielen insgesamt 14 olympische Medaillen errungen. (MongoleiOnline). Sumo-Star Asash ōryu D. Dagavadorj und G. Tamir haben geheiratet. Es war die Hochzeit des Jahres in der Mongolei: Nationalheld D. Dagvadorj, der zur Zeit in Japan der große Sumo-Star ist, hat am 19. August im Hochzeitspalast von Ulaanbaatar seine langjährige Freundin G. Tamir geheiratet. An den Hochzeitsfeierlichkeiten nahmen mehr als 1 000 Gäste teil, darunter Parlamentsmitglied B. Bat-Erdene, selbst ein erfolgreicher mongolischer Ringer, Parlamentsvorsitzender N. Enkhbayar, die Botschafterin der USA in der Mongolei sowie Ringerkollegen aus Japan und der Mongolei. (MongoleiOnline)Neue Straßenverkehrsordnung für die Mongolei. Am 1. September traten neue Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Danach ist es Fahrzeugführern verboten, während des Fahrens Mobiltelefone zu benutzen. Die Höchstgeschwindigkeit für Busse oder andere Fahrzeuge im öffentlichen Nah- und Fernverkehr beträgt in Ortschaften 50, außerhalb von Siedlungen 70 Stundenkilometer. Fußgängern wird an gekennzeichneten Straßenüberquerungen (Zebrastreifen) der Vorrang eingeräumt. Insgesamt sind in der Mongolei 142.000 Fahrzeugen zugelassen, davon allein in Ulaanbaatar 70.000. (MongoleiOnline)Präsident Bagabandi besuchte Ausgrabungen in Karakorum. Präsident N. Bagabandi besuchte am 4. September in Begleitung des Staatssekretärs im Außenministerium, Altangerel, des Geschäftsträgers der deutschen Botschaft, Matthias Schuhmacher, und des Botschafters der Türkischen Republik in der Mongolei, T. Kalimash, die Ausgrabungsstätten der deutsch-mongolischen archäologischen Expedition im Kharkhorin-Sum (Arkhangai-Aimag) und der türkisch-mongolischen Expedition im Khashaat-Sum, am Tsaidam-See. Der an der alten Geschichte und Kultur seines Landes sehr interessierte Bagabandi ließ sich ließ sich von den Ausgrabungsleitern Prof. Hüttel und Dr. Pohl (Bonn) und Prof. Bajar (Ulaanbaatar) über die Ergebnisse der Forschungsarbeiten informieren und versprach weiterhin jegliche Unterstützung für die Fortführung der Projekte. Bis zum kommenden Jahr ist die Projektfinanzierung gesichert; die Verträge über die gemeinsame archäologische Forschungsarbeit wurden für weitere fünf Jahre verlängert. Zu den Vorbereitungen für die Mongolei-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn (Eröffnung: Juni 2005) meinte der mongolische Staatspräsident, im Zusammenhang mit den 800-Jahr-Feiern zur Staatsgründung im Jahr 2006 werde diese Ausstellung, die außerdem noch in München und Wien gezeigt werden soll, sicher einen Attraktionspunkt für Besucher aus dem In- und Ausland darstellen. (MongoleiOnline) Musikwettbewerb „Deutsche Klassik" in Ulaanbaatar. Anlässlich des 30. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Mongolei hat die Hanns-Seidel-Stiftung einen Musikwettbewerb für mongolische und in der Mongolei lebende ausländische Berufsmusiker bis 35 Jahre ausgeschrieben. Die Stiftung bereitete die Veranstaltung gemeinsam mit dem Mongolischen Kunstrat und der Kunsthochschule vor. Vorgetragen wurden Werke von Bach, Beethoven, Brahms, Mendelssohn, Weber und Schumann. Am 17. September traten die Wettbewerbsteilnehmer und Gastmusiker, darunter der Bariton Thomas Bauer aus München, in einem Konzert in Ulaanbaatar auf. (MongoleiOnline) Moderne mongolische Musik in Amsterdam und anderswo. Auf Einladung des International Institute of Asian Studies (IIAS) der Universität Leiden (Niederlande), der niederländischen Vereinigung für zeitgenössische Kompositionen Gaudeamus und des Nordasiatischen Instituts Tengri besuchte der Komponist und Präsident der Mongolischen Komponisten-Union, Altankhuyag, vom 22. August bis 17. September die Niederlande, wo er vor Musikspezialisten, Akademikern und interessiertem Publikum zeitgenössische mongolische Musik vorstellte. Das Verständnis ihres eigenen musikalischen Erbes durch moderne mongolische Komponisten – ihre besondere Art des Zuhörens, ihre nationalen und internationalen Zielvorstellungen, die Beziehung zwischen mongolischer "traditioneller" Volksmusik und moderner Komposition – standen im Mittelpunkt von Vorträgen und Konzerten. Altankhuyag hat aus diesem Anlass eine neue Komposition geschaffen, die von dem Neuen Ensemble und dem mongolischen Obertonensemble Altai Khairkhan in einer Reihe von Konzerten in den Niederlanden aufgeführt wurde. Das letzte dieser Konzerte fand am 16. September in Amsterdam statt. (Programmankündigung im IIAS Newsletter Nr. 34, Juli 2004) S. Oyun empfing EU-Botschafter Klaus Ebermann. Die stellvertretende Vorsitzende des Großen Staatskhurals, S. Oyun, empfing am 10. September den Botschafter der Europäischen Union in der Mongolei, Dr. Klaus Ebermann. Der EU-Botschafter informierte über die Ergebnisse des TACIS – Entwicklungsprogramms und die für 2004 beschlossene Einbeziehung der Mongolei in das Asien-Lateinamerika (ALA) – Programm der Europäischen Gemeinschaft. Damit die erweiterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der EU und der Mongolei erkannt und ausgeschöpft werden können, veranstaltete die EU am 28. und 29. September in Ulaanbaatar ein Seminar für alle in die Entwicklungszusammenarbeit einbezogenen Behörden, internationalen und nationalen Organisationen. (MongoleiOnline) Asienzentrum der Bonner Universität bildet Bachelor und Master aus. Das Asienzentrum der Universität Bonn stellt zum Wintersemester 2004/2005 sein Lehrangebot auf gestufte Studiengänge mit den Abschlüssen "Bachelor of Arts" (BA) und "Master of Arts" (MA) um. Der asienwissenschaftliche "Bachelor" ist der erste BA-Studiengang an der Universität Bonn. Das Bachelor-Studium umfasst neben der Spezialisierung in einer der im Asienzentrum gelehrten asiatischen Sprachen und des entsprechenden Kulturraums auch interdisziplinäre asienwissenschaftliche Veranstaltungen, die den asiatischen Kontinent als Ganzes betreffen. Es schließt ein Praktikum und eine Abschlussarbeit ein. Der BA-Abschluss und eine gesonderte Zugangsprüfung berechtigen zur Teilnahme an einem der sechs neuen Master-Studiengänge mit den fachlichen Schwerpunkten "Asiatische Sprachen (Übersetzen)", "China, Mongolei und Tibet", "Japan", "Religionen und Kunst in den Kulturen Asiens", "Südostasien" und "West- und Südasien". Die Master-Studiengänge werden nach vier Semestern mit dem Abschluss "Master of Arts" (MA) abgeschlossen. Entsprechend dem Selbstverständnis der Universität Bonn als Forschungsuniversität sind ein Forschungspraktikum im In- oder Ausland und eine Abschlussarbeit zu einem forschungsrelevanten Problem Bestandteile des Curriculums. (Informationsdienst Wissenschaft) CDU-Politiker aus Hamburg in Ulaanbaatar überfallen. Der hamburgische Staatsrat für Wissenschaft und Bildung, Roland Salchow (CDU), wurde während seines Urlaubs in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar überfallen und gewürgt. Wie die Hamburger Morgenpost berichtete, wurden dem Politiker Brille und Armbanduhr gestohlen. Er blieb aber unverletzt. Hingegen sprach Die Welt vom 18.9. von einem Mordversuch. Salchow sei geschlagen und bewusstlos gewürgt worden und habe schwere Verletzungen am Hals davongetragen. Die Tat ereignete sich am späten Abend in der Nähe von Salchows Hotel. Die vier Täter hätten ihr Opfer auf einer Müllhalde liegengelassen, wo er das Bewusstsein zurückerlangte und aus eigener Kraft zum Hotel zurückgekehrt sei. Salchow reiste am 15. September weiter nach Shanghai, wo er sich einer Hamburger Delegation unter Führung von Bürgermeister Ole von Beust anschloss. Erst in China sei er in ein modernes Krankenhaus gegangen, um sich untersuchen zu lassen, erklärte eine Sprecherin des Wissenschaftssenats. Der Überfall wäre für die Schwere der Verletzungen noch relativ glimpflich ausgegangen. Die Halsschlagader und der Kehlkopf sollen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Man könne von einem Mordversuch ausgehen, hieß es. In der Mongolei war Salchow mit einer Gruppe des CDU-Kreisverbands Hamburg-Nord unterwegs, gewesen. Das Hamburger Abendblatt vom 18.9. verwies auf einige Ungereimtheiten im Bericht über den Verlauf des Überfalls. (Hamburger Morgenpost, Die Welt, Hamburger Abendblatt 18.9.04) Erleichterte Zusammenarbeit für Leipziger Firmen mit Partnerbetrieben aus der Mongolei. Ende August unterschrieben die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die mongolische Handelskammer einen Kooperationsvertrag. Der Vertrag sei mit Hilfe der Leipziger Stadtwerke zu Stande gekommen, denn das Unternehmen besitzt bereits Kontakte mit mongolischen Firmen. Die Stadtwerke sind in der Mongolei als Berater tätig. Die Kontakte sollen anderen Unternehmen helfen, in den Markt zu investieren. Die Handelskammer sieht in dem asiatischen Land vor allem Chancen für Industrieunternehmen, sowie für den Nahrungsmittel- und Textilhandel. (Mephisto 97,6 – Die Radio-Alternative, Frühnachrichten 14.9.04) Mongolischer Besuch beim Bundesgrenzschutz. Drei hochrangige Vertreter des mongolischen Grenzschutzes haben der Grenzschutzschule Lübeck, die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte des BGS, am 24./ 25. August einen Informationsbesuch abgestattet. Zum Auf- bzw. Ausbau eines Grenzschutzes hat die Mongolei das Bundesministerium des Innern um Unterstützung ersucht. Schwerpunkt des Besuchsprogramms war zum einen die Einweisung in die Organisation und Zuständigkeitsbereiche des BGS insgesamt und zum anderen die fachspezifische Einweisung in die Aufgaben der Grenzschutzschule, hier insbesondere in die technischen Bereiche. Die Vertreter des mongolischen Grenzschutzes bedankten sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zentralen Aus- und Fortbildungsstätte des BGS und brachten ihre Freude über eine weitere, intensive Zusammenarbeit mit der Grenzschutzschule zum Ausdruck. (HL-live, die schnelle Zeitung für Lübeck 25.8.04) Prof. Herbert Franke wurde 90. Am 27. September beging unser Mitglied, der Nestor der deutschen Sinologie, Prof. Herbert Franke, in München seinen 90. Geburtstag. Der gebürtige Kölner studierte Jura, Sinologie und Geschichte und promovierte 1937 in seiner Heimatstadt in beiden Fachrichtungen. Nach dem Kriegsende habilitierte er in Sinologie und setzte seine Forschungen zunächst in Cambridge fort, bis er 1952 als Professor auf den Lehrstuhl für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen wurde, den er bis zu seiner Emeritierung 1979 innehatte. In dieser Zeit amtierte er außerdem als deutscher Generalkonsul in Hongkong (1953/54), er war Gastprofessor an der University of Washington in Seattle (1964/65 und 1969/70) und spielte eine führende Rolle in zahlreichen Gremien der internationalen Ostasienwissenschaft und -forschung. So war er u.a. Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1974-1980), Erster Vorsitzender der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (1965-1971), Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Ostasienkunde (heute: Deutsche Gesellschaft für Asienkunde; 1969-1972), Vorsitzender der Kommission für zentralasiatische Studien der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er ist Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (Berlin), der Société Asiatique (Paris), des Istituto italiano per il Medio e Estremo Oriente (Rom), der Niederländischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (Harlem), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien), der British Royal Academy (London) und der Royal Irish Academy (Dublin). Zu seinem Forschungsschwerpunkt, der Geschichte Chinas vor und während der Mongolenherrschaft, hat Herbert Franke viele wissenschaftliche Arbeiten publiziert. (D.G.) Deutsche Woche in Ulaanbaatar. Höhepunkt der diesjährigen Jubiläumsveranstaltungen zum 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Mongolei war die "Deutsche Woche", die vom 27. September bis zum 1. Oktober in Ulaanbaatar stattfand. Im Rahmen dieser Woche gab es in der mongolischen Hauptstadt es eine Reihe von Informationsveranstaltungen und Konferenzen, aber auch sehr viel Unterhaltsames. Wirtschaftsfragen, vor allem die Perspektiven für die gefährdete mongolische Kaschmir- und Textilproduktion, stärker auf dem europäischen Markt Fuß fassen zu können, standen im Mittelpunkt des Mongolisch-Deutschen Forums, das vom 27.-29. September zum dritten Mal - das zweite Mal in Ulaanbaatar - tagte. Finanzier des Forums war auch diesmal wieder die Konrad-Adenauer-Stiftung. Mit Fragen der Verfassung und der Verwaltungsgerichtsbarkeit befasste sich eine von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgerichtete Konferenz. Wie sehr sich die mongolischen Bierbrauerzunft deutsche Gepflogenheiten zueigen gemacht hat, demonstrierte sie beim gut besuchten "Oktoberfest" in Ulaanbaatar. Und die Fußballfreunde eilten zum Zentralstadion, wo ein mongolisch-deutsches Freundschaftsspiel zweier Amateurmannschaften (Außenministerium gegen GTZ) stattfand. Am letzten Tag der "Deutschen Woche" wurden schließlich die Sieger eines von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgerichteten Aufsatz-, Zeichnen und Musizierwettbewerbs geehrt. (MongoleiOnline) Osteuropa-Bank soll auch Finanzierungen in der Mongolei ermöglichen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit Sitz in London soll künftig auch Finanzierungen in der Mongolei übernehmen können. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor, der sich auf eine Resolution der Anteilseigner der Bank vom 30. Januar dieses Jahres bezieht. Darin war beschlossen worden, die Finanzierungstätigkeit der Bank auch auf dieses zentralasiatische Land zu erstrecken. Die Bank war 1990 gegründet worden, um den wirtschaftlichen Fortschritt und Wiederaufbau in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu unterstützen, die sich zu Mehrparteiendemokratie, Pluralismus und Marktwirtschaft bekennen. Nach dem Auseinanderfallen der Sowjetunion hätten zu den Einsatzländern der Bank neben den geographisch europäischen Ländern auch die zentralasiatischen und kaukasischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion gezählt. Demgegenüber sei die Mongolei, wenngleich Mitglied der Bank, derzeit kein Einsatzland und könne nach derzeitiger Rechtslage keine Finanzierungen der Bank erhalten, so die Regierung. Da sie sich jedoch in unmittelbarer räumlicher Nähe zur früheren Sowjetunion befinde und seit langem engste politische und wirtschaftliche Bindungen an diese habe, stellten sich für die Mongolei ähnliche Herausforderungen wie für die anderen Länder des mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraums, heißt es zur Begründung.. (Presseinfo Deutscher Bundestag; 28.09.2004)
Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. Bankverbindung: Konto Nr.
87700 Copyright © 1997-2009
Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. & Frank Voßen |