Mongolische Chronik
Januar - März 2004
(Zusammengestellt von
Doris Götting)

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Dirk Pfeil ist neuer Präsident der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. Auf seiner konstituierenden Sitzung am 13. Februar 2004 in Bonn hat der Vorstand der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft Herrn Honorarkonsul Dirk Pfeil (Frankfurt) zum neuen Präsidenten der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. ernannt. Pfeil ist Nachfolger von Frau Doris Götting, M.A., die bei der letzten Jahrestagung im Oktober 2003 nicht mehr für den Vorstand kandidierte. Stellvertretender Präsident wurde Herr Dr. Buren Scharaw (Ilmenau). Die Geschäftsführung bleibt weiterhin in den Händen von Herrn Frank Voßen (Bonn). Koordinator für die Vorbereitungen der nächsten Jahrestagung wurde Herr Dr. Dietrich Nelle (Bonn). Der Vorstand kooptierte ferner Herrn Prof. Dr. Klaus Sagaster (Königswinter) für Aufgaben im Zusammenhang mit der für das Jahresende geplanten Ausstellung Dschingis Khan und seine Erben sowie Frau Doris Götting, M.A. für die Betreuung der Mongolischen Notizen und anderer Publikationen. Zum wissenschaftlichen Beirat wurden bestellt: Herr Prof. Dr. Udo Barkmann (Ulaanbaatar), Herr Dr. Wolf Donner (Köln), Herr Dr. Dieter Heinzig (Erftstadt), Herr Prof. Dr. Hans-Georg Hüttel (Bonn / Karakorum), Frau Dr. Erika Taube (Leipzig) und Frau Prof. Dr. Veronika Veit (Bonn), die auch weiterhin Vorsitzende des Beirats ist. (Info Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.)

DMAKS ging an den Start. Die Deutsch-Mongolische Alumni-Kontaktstelle (DMAKS), ein Projekt der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V., präsentiert sich seit Anfang des Jahres im Internet. Die DMAKS-Website soll Informations- und Anlaufstelle für mongolische Absolventen deutscher Universitäten und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen werden, sie mit ihren früheren Studieneinrichtungen in Deutschland vernetzen und sie so über aktuelle Angeboten, Konferenzen und Forschungsvorhaben in ihren jeweiligen Fachbereichen auf dem Laufenden halten. Als Partner und Anlaufstelle auf mongolischer Seite fungiert die Mongolisch-Deutsche Brücke e.V. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und von Dr. Buren Scharaw (Fraunhofer-Gesellschaft Systemtechnik, TU Ilmenau, Vorstandsmitglied der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V.) betreut; Gestalter der Website ist der mongolische Informatiker Ch. Chinbat (Leipzig). Die Web-Adresse lautet: www.dmaks.net.

Auf der letzten Mitgliederversammlung der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. wurde vorgeschlagen, ein Spendenkonto für unser Projekt einzurichten, da der Zuschuss des BMBF nicht alle anfallenden Kosten deckt. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann seine Spende unter dem Stichwort "DMAKS-Spende" auf das Konto der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. (Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98, Konto Nr. 87700 überweisen. Die Spende ist steuerlich absetzbar. Wir danken allen Spendern im voraus sehr herzlich!

Russischer Schuldenerlass für die Mongolei. Als "finanzielle Sensation" wertete die russische Zeitung "Nesawissima Gazeta" die Meldung, dass Russland der Mongolei praktisch ihre gesamten Schulden aus sozialistischer Zeit erlässt. Von dem auf 10 Milliarden Dollar taxierten Schuldenberg soll die Mongolei nach einem am 13. Januar in Ulaanbaatar geschlossenen Abkommen zwischen Außenminister L. Erdenetschuluun und seinem russischen Amtskollegen Igor Iwanow lediglich 300 Millionen zurückzahlen. Es ist der höchste Betrag, den Moskau je einem der ehemaligen Empfängerländer sowjetischer Entwicklungshilfe erlassen hat. Die Mongolei hat sich allerdings im Gegenzug verpflichtet, die Anteile an den mongolischen Betrieben, die früher Eigentum der Sowjetunion waren, an Russland zu übergeben. Auf einer Pressekonferenz in Ulaanbaatar erklärte Iwanow, bei der Abschreibung der mongolischen Schulden seien Interessen beider Länder berücksichtigt worden. Moskau habe durch diesen Schritt "erneut den besonderen Charakter der Beziehungen mit der Mongolei" betont sowie Einsicht in die derzeitige Situation und die Möglichkeiten des befreundeten Nachbarstaates an den Tag gelegt. Iwanow versprach sich von diesem Ergebnis mehr als zehnjähriger Umschuldungsverhandlungen eine Festigung der russisch-mongolischen Beziehungen. Er sprach sich ferner für die Fortsetzung der Verhandlungen zur Einführung eines visumfreien Verkehrs zwischen den beiden Ländern aus. (Russlandintern.de 13.1.04; Nesawissimaja Gazeta 14.1.04)

Verfahren gegen Gundalai eingestellt. Das Distriktsgericht von Ulaanbaatar hat das Strafverfahren gegen den demokratischen Abgeordneten L. Gundalai einstellen müssen, da es gegen Artikel 29.3 der mongolischen Verfassung verstößt. Der Artikel besagt, dass im Falle des vermuteten Gesetzesverstoßes eines Abgeordneten zunächst das Parlament über die Aufhebung seiner Immunität zu befinden habe, bevor Anklage gegen ihn erhoben werden könne. Im Falle Gundalai, gegen den eine Verleumdungsklage von Justizminister Nyamdorj sowie ein Verfahren wegen des Versuchs, das Land illegal zu verlassen, läuft, hätte die Polizeibehörde erst nach Aufnahme des Verfahrens Antrag auf Aufhebung der Immunität gestellt. Dieser Antrag ist vom Parlament inzwischen abschlägig beschieden worden. Auch die Vernehmung Gundalais sei nicht zulässig gewesen, hieß es in dem Gerichtsurteil. Gundalai erklärte auf einer Pressekonferenz, er wolle seinen Streit mit Justizminister Nyamdorj, dem er Zusammenarbeit mit dem chinesischen Geheimdienst Anfang der neunziger Jahre vorwirft, beilegen. (U.B. Post 5.2.04)

Sieben Jahre Haft für Ex-Geheimdienstchef Baatar. Der ehemalige Chef des mongolischen Geheimdienstes, J. Baatar, wurde des Verrats von Staatsgeheimnissen für schuldig befunden und nach zehnstündiger Verhandlungsdauer zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die Gerichtsverhandlung fand im Gantshudag-Gefängnis statt, in dem Baatar seit vier Monaten in Untersuchungshaft gehalten wird. Der demokratische Abgeordnete L. Gundalai hatte die Affäre an die Öffentlichkeit gebracht, als er Materialien präsentierte, die Justizminister Ts. Nyamdorj belasteten, der mit einem ausländischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben soll. Baatars Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an. (Mongol Messenger 14.1.04)

Einwohnerzahl von Ulaanbaatar weiter gewachsen. Die Einwohnerzahl der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar hat im Jahr 2003 um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen und beträgt jetzt offiziell 869.912; wie es heißt, sind 7,5 % der Bewohner Ulaanbaatars nicht registriert. Während in 2002 ca. 20.000 Mongolen vom Land in die Hauptstadt zogen, waren es in 2003 fast 40.000. Nur 690 Personen zogen im gleichen Zeitraum aus der Stadt weg. Im vergangenen Jahr wurden in Ulaanbaatar 13.571 Kinder geboren, etwa 1.000 mehr als im Jahr zuvor. (Mongol Messenger 21.1.04)

Deutsch-mongolisches Jubiläumsprogramm für 2004. Vor 30 Jahren, am 31. Januar 1974, nahmen die Mongolei und (die Bundesrepublik) Deutschland diplomatische Beziehungen auf. Das Jubiläum soll einem Spezialplan zufolge 2004 mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen werden. Seit 1990 haben sich die Beziehungen, wie beide Seiten betonen, gut entwickelt. Deutschland ist nach Japan das zweitgrößte Geberland der Mongolei. Im Rahmen der Feierlichkeiten soll im September die 3. Konferenz des Mongolisch-Deutschen Forums in Ulaanbaatar stattfinden, ferner eine wissenschaftliche Konferenz über die deutsch-mongolischen Beziehungen (s.u.) eine Ausstellung der archäologischen Funde von Karakorum unter der Schirmherrschaft der Präsidenten beider Länder, ein deutsches Musikfestival und die Umbenennung einer Straße in Ulaanbaatar mit einem deutschen Namen. In Köln werden Tage der mongolischen Wirtschaft eröffnet, und das deutsche Fernsehen wird Berichte und Filme über die Mongolei ausstrahlen. (Mongol Messenger 28.1.04)

30 Jahre deutsch-mongolische Beziehungen - Auftaktkonferenz. Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs zum 30-jährigen Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Mongolischen Volksrepublik fand Ende Januar in Ulaanbaatar eine internationale Konferenz zum Thema "Verfassung und demokatischer Rechtsstaat" statt. Leiter der Konferenz war Prof. Dr. Udo B. Barkmann mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der GTZ. An der Eröffnungsfeier nahmen die Spitze des mongolischen Staates und führende Vertreter der Bundesrepublik Deutschland teil. Staatspräsident N. Bagabandi hielt die Eröffnungsrede. Er erklärte u.a. die Wiedervereinigung Deutschlands und die Veränderungen im mongolischen Staatssystem in Richtung Demokratie, Freiheit, Gleichheit und nationale Solidarität, die durch die neue Verfassung gestützt würden, seien eine gute Grundlage für die Entwicklung offener und intensiver Beziehungen zwischen der Mongolei und Deutschland. Große Werke und Ideen der Deutschen, ihre berühmten Vertreter der Philosophie, der klassischen Kunst und Literatur, seien eine unerschöpfliche Quelle für Geist und Denken der Mongolen. Politiker und Wissenschaftler beider Länder diskutierten auf der Konferenz zwei Tage lang über rechtliche Grundlagen und Modernisierung kommunaler Selbstverwaltung, demokratisches System und Globalisierung, politische Parteien und ihre Positionen in Politik und Gesellschaft sowie Verfassungstheorie und Verfassungswirklichkeit. (Montsame 1.2.04)

Ausstellungsvorbereitungen laufen. Ministerpräsident Enkhbayar empfing den Direktor der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn), Dr. Wenzel Jacob. Gesprächsthema war u.a. der Stand der Vorbereitung und der Eröffnungstermin der großen Mongolei-Ausstellung, die ab November 2004 in Bonn und anschließend in München, evtl auch in weiteren Städten gezeigt werden soll. In dieser Ausstellung mit dem Titel "Dschingis Khan und seine Erben. Blüte und Niedergang der Steppenreiche Zentralasiens" werden nicht nur Kunstwerke und Ausgrabungsgegenstände aus der Mongolei, sondern auch aus Museen in Russland, Iran und Taiwan zu sehen sein. Dr. Jacob lud Ministerpräsident Enkhbayar zur Eröffnung nach Bonn ein. Ferner ging es um die Promotion der Ausstellung in anderen EU-Ländern sowie die Organisation wissenschaftlicher Konferenzen und kultureller Rahmenprogramme für die Ausstellung, die vom 18. November 2004 bis zum 28. März 2005 in Bonn zu sehen sein wird. Im Vorbereitungsausschuss der großen Mongolei-Ausstellung sind auch die Vorstands- und Beiratsmitglieder der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V. Prof. Dr. Klaus Sagaster und Prof. Dr. Hans-Georg Hüttel. (U.B. Post 5.2.04 / Info: Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.)

Hinweis:
Für die Mitglieder der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft ist Anfang 2005 eine Sonderveranstaltung mit Führung durch Prof. Sagaster geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Zweites mongolisches Truppenkontingent im Irak. Eine zweite Gruppe des mongolischen Friedenskorps mit 130 Mann ist am 1. Februar in den Irak abgeflogen. Die Soldaten wurden mit einer US- Militärmaschine von Ulaanbaatar nach Kuwait geflogen. Die Gruppe hat reine Überwachungsaufgaben. Eine erste Gruppe von 180 Mann, die dem polnischen Kommando unterstellt ist und mit Wiederaufbau und medizinischen Aufgaben betraut war, kehrt Mitte Februar in die Mongolei zurück. (U.B. Post 5.2.04)

D. Terbishdagva zum "Botschafter des Monats" ernannt. Der Botschafter der Mongolei, Dendeviin Terbishdagva, ist für den Monat März von der Zeitschrift "Diplomatisches Magazin" und der Stadt Leipzig zum "Botschafter des Monats" gekürt worden. Die Ehrung fand am 12. März in Leipzig statt. Die diesjährige Aktion "Botschafter des Monats" wird vom BMW-Automobilkonzern, der in Leipzig eine moderne Fabrikationsanlage errichtet, und einer internationalen Hotelkette finanziell unterstützt. Das "Diplomatische Magazin" ist eine Monatszeitschrift für das diplomatische und konsularische Korps in Deutschland mit aktuellen Berichten aus Diplomatie, Politik und Wirtschaft und dient als Bindeglied zwischen den Botschaften bzw. ständigen Vertretungen internationaler Organisationen in Berlin und Bonn. Dabei legt die Jury Wert darauf, dass auch diplomatische Vertreter kleinerer Staaten zum Zuge kommen, die es allgemein schwerer haben als die diplomatischen Vertretungen der großen Staaten, zum einen weil sie mit wenig Personal dieselben Aufgaben bewältigen müssen, zum anderen weil es ihnen viel seltener gelingt, sich bei Ministern und Staatssekretären Gehör zu verschaffen. Die Jury würdigt den Einsatz eines Botschafters für sein Land wie auch sein Gespür für die deutschen Belange. Botschafter D. Terbishdagva konnte die Feierstunde zu seiner Ernennung mit einem offiziellen Besuch der Stadt Leipzig verbinden. (Info Mongolische Botschaft, Berlin)

Erdenechuluun: Stellung der Mongolei in der Welt gefestigt. Am 16. März zog Außenminister L. Erdenechuluun auf einer Pressekonferenz eine Bilanz der mongolischen Außenpolitik zwischen 2000 und 2004. Besonders hob er die Beziehungen zu den beiden Nachbarstaaten Russland und China hervor. Der Besuch von Präsident Putin im Jahr 2000, der erste Besuch eines russischen Staatsoberhauptes in der Mongolei seit 26 Jahren, sei als Ausdruck der neuen Qualität der Beziehungen zwischen beiden Staaten zu werten, betonte Erdenechuluun. Die fast vollständige Erlassung der mongolischen Altschulden durch Russland im Januar dieses Jahres könne für die gutnachbarlichen Kontakte nur förderlich sein. Auch die bilateralen Beziehungen zur Volksrepublik China hätten sich positiv entwickelt. Trotz der Vorbehalte Chinas lasse sich die Mongolei in ihrer Außenpolitik gegenüber Taiwan jedoch nicht beirren. Erdenechuluun würdigte Japan und die Weltbank als wichtigste Geberländer. Seit Anfang der 90-er Jahre sei das Interesse der Mongolen, in den asiatischen Nachbarländern, besonders in Südkorea zu lernen und zu arbeiten, stark angestiegen. Ein Höhepunkt in den internationalen Beziehungen der Mongolei sei die Anwesenheit von UN-Generalsekretär Kofi Annan bei der feierlichen Eröffnung des neuen Gebäudes der UN-Vertretung in Ulaanbaatar gewesen. Bei Besuchen von Präsident Bagabandi und Ministerpräsident Enkhbayar in den USA unterstrichen beide Seiten ihre strategische Partnerschaft im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Auf die Beziehungen zur Europäischen Union eingehend, betonte Erdenchuluun die traditionell guten Kontakte zu den Mitgliedsländern der EU, aber auch zu den übrigen europäischen Staaten. Für weitere Fortschritte auf dem Weg zu mehr Demokratie und Marktwirtschaft leiste die Einbeziehung der Mongolei in das Entwicklungshilfeprogramm ALA (Asien-Lateinamerika) der EU (bisher TACIS) einen wichtigen Beitrag. Auf eine Frage nach den Irritationen in den Beziehungen zu Frankreich und Deutschland wegen der „Entführung" eines mongolischen Staatsbürgers aus Frankreich über Berlin nach Ulaanbaatar durch den mongolischen Geheimdienst, erklärte der Außenminister, die Beziehungen zu Frankreich hätten sich zwischenzeitlich normalisiert, bei denen zu Deutschland erhoffe man sich das in allernächster Zukunft. (MongoleiOnline 15.-21.3.04)

„Silberner Stern" für Klaus Bormann. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung des „Deutsch-Mongolischen Business Council", des „Deutsch-Mongolischen Forum" (DMF) und der „Deutsch-Mongolischen Brücke" in Ulaanbaatar, überreichte der Geschäftsführende Direktor der „Gesellschaft für Frieden und Freundschaft", D. Bilegt, die höchste Auszeichnung der Gesellschaft, den „Silbernen Stern", an den Direktor der Deutschen Mongolei-Agentur, Klaus-Dieter Bormann. Die Auszeichnung war ihm anlässlich des 30. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Mongolei und der Bundesrepublik Deutschland am 31. Januar 2004 verliehen worden. An der Veranstaltung im „Puma-Hotel" nahmen der Präsident „Forums", Ex-Staatspräsident P. Ochirbat, und Generalsekretär L. Udval, der Vorsitzende des „Business Council" L. Bold, die Vorsitzende der „Brücke" Kh. Ariunchimeg sowie die Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft in Ulaanbaatar, Claudia. Spahl teil. In ihren Reden würdigten sie nicht nur die guten bilateralen Beziehungen, sie informierten gleichzeitig über die Aktivitäten ihrer Vereine in diesem Jahr. So finden im September die dritte Tagung des „Forums" sowie eine Konferenz der „Brücke" mit mongolischen Absolventen deutscher Bildungseinrichtungen statt. (MongoleiOnline 15.-21.3.04)

M. Munkhmandakh neue Präsidentin des Asiatisch-Pazifischen Presserates. Die Mitglieder des Asiatisch-Pazifischen Presserates wählten auf ihrer Sitzung am 22. März in Neu Delhi die Direktorin des mongolischen Presseinstituts, Dr. Myagmaariin Munkhmandakh, zu ihrer Präsidentin. Frau Dr. Munkhmandakh studierte Zeitungswissenschaften in Leipzig und konnte ihr Studium nach dem Ende der DDR mit einem DAAD-Stipendium fortsetzen. Außerdem absolvierte sie Berufspraktika bei der Deutschen Welle in Köln und beim Deutschen Bundestag in Bonn. Sie gehörte zu den ersten Mongolinnen nach der Wende, die in Deutschland mit Auszeichnung promovierten. (MongoleiOnline 22.-28.3.04 / Info Deutsch-Mongolische Gesellschaft)

Bochumer Germanisten kooperieren mit Ulan Ude. Das Germanistische Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat einen neuen offiziellen Partner: den "Lehrstuhl für Deutsch" von Prof. Dr. Anatoli Karpow an der Staatlichen Universität Burjatien, Ulan Ude (GUS). Dort werden burjatische Germanisten und Deutschlehrer ausgebildet. Beide Institute kooperieren bereits seit zehn Jahren, nun fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) diese Partnerschaft zunächst bis zum 30.1.2005 finanziell. Prof. Karpow und fünf seiner Studierenden besuchen derzeit das Bochumer Institut, um die Details der weiteren Zusammenarbeit mit dem Projektverantwortlichen, Prof. Dr. Hans-Rüdiger Fluck zu besprechen. Der DAAD fördert die Kooperation in seinem Programm "Germanistische Institutspartnerschaften" (GIP). Mit Mitteln aus diesem Programm können beide Hochschulen Austauschaufenthalte von Dozenten und Studierenden sowie Sachmittel finanzieren. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist möglich und erwünscht. Kontakte mit dem burjatischen Lehrstuhl unterhält Prof. Fluck bereits seit 1994. Mit der nun besiegelten offiziellen Partnerschaft werden sowohl laufende Aktivitäten ausgebaut als auch neue Projekte angestoßen. Zu den Ergebnissen der bisherigen Zusammenarbeit gehört zum Beispiel das Onlinejournal Punkt.de, an dem Studierende beider Institute gemeinsam arbeiten. Solche virtuellen Begegnungen ergänzen reale Austauschprogramme. Ziel ist, die Lehreraus- und -weiterbildung in gemeinsamen Seminaren (Germanistik / Deutsch als Fremdsprache) und Tutorien voran zu bringen. Der Lehrstuhl für Deutsch der Burjatischen Staatsuniversität feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Mit etwa 20 Deutschdozenten ist er Teil der Fremdsprachenfakultät, die insgesamt 6.000 Studierende hat. Der Lehrstuhl bildet das Hauptkontingent aller burjatischen Germanisten und Deutschlehrer aus: jährlich ca. 150 Hauptfachstudenten, 50 Nebenfachstudenten und ca. 700 Studenten anderer Fächer, die Deutsch als erste, zweite oder dritte Fremdsprache lernen. Die Absolventen werden zum überwiegenden Teil als Fremdsprachenlehrer an Schulen und anderen Institutionen sowie als Dolmetscher/Übersetzer eingesetzt. (Info: Ruhr-Universität Bochum)

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Last Update: 03. Mai 2009