Mongolische Chronik
Juli - September 2003
(Zusammengestellt von Hajo Frölich und Doris Götting)

ADRESSE Hier geht es weiter!
AKTUELL Hier geht es weiter!
AUFNAHME Hier geht es weiter!
BEIRAT Hier geht es weiter!
BEITRAG Hier geht es weiter!
BÜCHER Hier geht es weiter!
CHRONIK Hier geht es weiter!
DMAKS Hier geht es weiter!
IMPRESSUM Hier geht es weiter!
INFO Hier geht es weiter!
NOTIZEN Hier geht es weiter!
VORSTAND Hier geht es weiter!
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ulan Bator überbevölkert. Der ungebrochene Zustrom von Menschen aus den ländlichen Gebieten der Mongolei stellt die Hauptstadt Ulan Bator vor schwer wiegende infrastrukturelle Probleme. Eine Volkszählung im Jahr 2002 ergab, dass annähernd die Hälfte der 2,4 Millionen Mongolen mittlerweile in Ulan Bator lebt. Rund 822.000 Menschen haben ihren ständigen Wohnsitz in der Stadt, die übrigen halten sich vorübergehend, etwa als Besucher, dort auf. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 4.958 Menschen pro Quadratkilometer. Auf einer Geber-Konferenz zur Entwicklung der Hauptstadt im Juni rief Bürgermeister M. Enkhbold die Anwesenden zur Mithilfe bei der Lösung der Versorgungsprobleme der Stadtbevölkerung auf. Mittlerweile lebt fast die Hälfte der Bewohner Ulan Bators in Ger-Siedlungen ohne Anschluss an die zentralen Versorgungseinrichtungen. (bizMongolia, 2.7.2003)

Problem mongolischer Altschulden zum Teil gelöst. Ein Großteil der Kredite in Höhe von 10 Millionen Transferrubel, die die Mongolei noch von der UdSSR erhalten hatte, gilt als getilgt. Darauf einigten sich die Ministerpräsidenten Russlands und der Mongolei, M.M. Kasjanov und N. Enkhbayar, anlässlich eines Staatsbesuchs Enkhbayars in Russland. Die restlichen Schulden, die vor allem aus dem mit sowjetischer Hilfe erbauten Bergbauunternehmen in Erdenet herrühren, sollen u. a. durch eine Erhöhung der russischen Beteiligung an dem heute als Joint-Venture beider Länder geführten Betrieb abgegolten werden. Darüber hinaus sollen weitere Joint-Ventures gegründet werden. Seit 1995 hatten beide Seiten insgesamt 16 mal Verhandlungen über die Schuldenfrage geführt. Sowohl Kasjanov als auch Enkhbayar zeigten sich zuversichtlich, das Problem bald endgültig lösen zu können. Ferner vereinbarten die zwei Nachbarstaaten, gegenseitig akademische Grade und Titel anzuerkennen, die Zahl mongolischer Studenten an russischen Universitäten zu erhöhen, die Stromlieferungen Russlands in den Westen der Mongolei zu verbilligen und die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder zu verstärken. In Moskau wurde Enkhbayar auch von Russlands Präsident V. Putin empfangen, und die Wirtschaftsakademie verlieh dem Ministerpräsidenten den Ehrendoktortitel. (bizMongolia 2.7.2003; MongoleiOnline 7.-14.7.2003)

Oppositions-Abgeordneter Gundalai vorübergehend verhaftet. Ungeachtet seiner Immunität ist der mongolische Parlamentsabgeordnete L. Gundalai am 24. Juli im Hauptquartier der Demokratischen Partei in Ulan Bator verhaftet worden. Zuvor hatten Polizisten den Parlametarier auf dem Flughafen gezwungen, ein startbereites Flugzeug der Korean Airlines wieder zu verlassen und ihn zurück in die Stadt begleitet. Die Behörden gaben an, der Politiker habe „das Land illegal verlassen wollen". Gundalai, stellvertretender Vorsitzender der oppositionellen Demokratischen Partei (DP), wurde am nächsten Tag nach Protesten und Straßendemonstrationen aus der berüchtigten Haftanstalt „Gants-Khudag" entlassen. Die Verhaftung Gundalais ist der vorläufige Höhepunkt in einem seit Monaten schwelenden Streit zwischen Regierung und Opposition, die sich gegenseitig der Spionage bezichtigen. Gundalai und der DP-Vorsitzende M. Enkhsaikhan hatten dem Justiz- und Innenminister Ts. Nyamdorj vorgeworfen, geheime Unterlagen an einen ausländischen Nachrichtendienst weitergegeben zu haben. Nyamdorj hingegen sah sich von beiden verleumdet und bezichtigte seinerseits Enkhsaikhan, als Mitherausgeber der Zeitung „Mongol Times" angeblich geheime Unterlagen des mongolischen Geheimdienstes veröffentlicht zu haben. Die Polizei gab an, Gundalai auf Grundlage einer Weisung vom 30. Juni verhaftet zu haben, derzufolge der Abgeordnete bis zur Aufklärung der Affäre das Land nicht verlassen dürfe. Gundalai sei zu Verhören mehrfach nicht erschienen und habe so die Untersuchungen behindert. Der Verhaftete selbst gab an, von dem Verbot nichts zu wissen. Der Fall löste breiten Protest bei Menschenrechtsgruppen und anderen NGOs aus. (MongoleiOnline 30. 6.-7.7.2003; Nomin Lhagvasuren/Eurasianet 3.8.2003;)

Hilfe für arme Schüler. 64.074 Schülern aus besonders armen oder kinderreichen Familien werden im kommenden Schuljahr kostenlos Unterrichtsmaterial und Schulkleidung zur Verfügung gestellt. 940 Millionen Tugrug sind im Staatshaushalt dafür vorgesehen. Außerdem müssen 6.140 Studenten im In- und Ausland keine Studiengebühren bezahlen, sofern sie Preisträger in Wettbewerben sind, einen bestimmten Notendurchschnitt vorweisen können, Vollwaisen sind oder aus sehr armen Familien stammen. Außerdem wurden bedürftigen Kindern im Sommer kostenlose Aufenthalte in Feriencamps ermöglicht. (MongoleiOnline 11. – 17. 8.2003)

Präsident Bagabandi in Österreich. Am 3. Juli traf der Präsident N. Bagabandi in Wien ein und wurde von seinem österreichischen Kollegen Klestil empfangen. Es war sein erster Besuch als Staats-oberhaupt in Österreich. Bagabandi nahm an der Eröffnung der mongolischen Botschaft in Wien teil. Außerdem unterzeichneten beide Seiten ein Memorandum über ein Doppelbesteuerungsabkommen sowie über die Zusammenarbeit in der öffentlichen Gesundheit. Außenminister L. Erdenechuluun traf mit seiner Amtskollegin Benita Ferrero-Waldner und dem Direktor der Internationalen Atomenergie-Behörde, El Baradei, zusammen. Bagabandi reiste weiter nach Litauen, Lettland und Estland, wo ebenfalls verschiedene Abkommen über eine engere Kooperation unter anderem auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft, Kultur sowie Rundfunk und Fernsehen geschlossen wurden. Ein angestrebtes Doppelbesteuerungsabkommen kam hingegen noch nicht zustande. Von der baldigen Mitgliedschaft der baltischen Staaten in EU und NATO erhofft sich die Mongolei intensivere Kontakte zu Europa. (MongoleiOnline 7.- 14.7.2003)

Antje Vollmer besucht die Mongolei. Am 7. Juli an traf die, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer zu ihrem zweiten Besuch in der Mongolei ein. Sie wurde von Präsident Bagabandi empfangen. Er dankte Frau Vollmer für die Hilfe Deutschlands bei Aufbau und Festigung von Marktwirtschaft und Demokratie in der Mongolei in den vergangenen zwölf Jahren. Vollmer verwies auf die gute Zusammenarbeit beider Länder, etwa bei den Ausgrabungsarbeiten in Karakorum oder bei der Ausstellung „Chinggis-Khaan und seine Erben", die 2005 in München und Bonn zu sehen sein wird. Anschließend bereiste die Grünen-Politikerin gemeinsam mit dem auf Deutsch publizierenden Autor Galsan Tschinag die westlichen Aimags der Mongolei. (MongoleiOnline 7.-14.7.2003)

Wintervorbereitungen. Landwirtschaftminister D. Nasanjargal befürchtet, der kommende Winter könne wieder ein besonders harter werden. Affenjahre seien gemeinhin durch lange, kalte Winter gekennzeichnet. Der Minister versicherte jedoch, im Staatshaushalt seien „beträchtliche Mittel" für die Wintervorbereitungen eingeplant, Medikamentenlieferungen aus dem Ausland seien vertraglich geregelt. Außerdem sei der diesjährige Sommer günstig für Boden Pflanzenwuchs gewesen. (MongoleiOnline 11.-17.8.2003)

Deutscher Kredit für Wasserkraftwerk. Peter Klaus, einer der Direktoren der Deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau, und der mongolische Wirtschafts- und Finanzminister Ch. Ulaan, unterzeichneten am 13. August in Ulan Bator ein Kreditabkommen über rund vier Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Wasserkraftwerk von Bogd-Uul im Aimag Zavkhan wieder aufgebaut werden. Im Mai 2005 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. (MongoleiOnline 11.-17.8.2003)

Bayerische Kartoffeln für die Mongolei. Zwei für die mongolischen Klima- und Bodenverhältnisse besonders geeignete Kartoffelsorten aus Deutschland sollen in der Mongolei großflächig angebaut werden. Die Sorten „Witara" und „Granula" bestanden den Probeanbau an der Landwirtschaftlichen Universität der Mongolei erfolgreich. Das Programm zur Intensivierung des Kartoffelanbaus in der Mongolei wurde auf einem gemeinsamen Seminar der Landwirtschaftlichen Universität und der bayerischen Landwirtschaftlichen Hochschule Weihenstephan in Ulan Bator vorgestellt. (MongoleiOnline 11.-17.8.2003)

Mongolische Truppe im Irak. Am 20. August sind die ersten mongolischen Ingenieure, Bauleute und Mediziner in den Irak abgereist. Sie werden dort friedenserhaltende und humanitäre Aufgaben übernehmen. Der Einsatz soll höchstens sechs Monate dauern. Die Mongolei hatte den Angriff der USA auf den Irak gutgeheißen. (MongoleiOnline 18.-24.8.2003)

Neues Schlachthaus für Ulan Bator. „Makh Impex", der größte Fleisch verarbeitende Betrieb der Mongolei, baut am Stadtrand von Ulan Bator ein neues Schlachthaus. Schon ab Oktober sollen täglich bis zu 100 Stück Groß- und 1000 Stück Kleinvieh geschlachtet werden. Dem Schlachthaus kommt besondere Bedeutung zu, weil das Schlachten innerhalb der Stadt seit Juni verboten ist. (MongoleiOnline 18.-24.8.2003)

Tote bei Erdbeben in der Inneren Mongolei. Drei Todesopfer sowie mehr als 1000 Verletzte hat ein Erbeben gefordert, das am 16. August die mittleren und östlichen Regionen des Autonomen Gebietes Innere Mongolei in Nordchina erschütterte. Die Schäden an Häusern und Infrastruktur lagen ersten Schätzungen zufolge bei rund 170 Mio. US-Dollar. Lokal- und Zentralregierung schickten Hilfsgüter. (CRI 19.8.2003)

Österreich-Lesesaal in Ulan Bator. Bei ihrem offiziellen Besuch in der Mongolei eröffnete Österreichs Bildungsministerin Elisabeth Gehrer einen Österreich-Lesesaal an der Nationalen Universität in Ulan Bator. Anlass war das 40jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern. Rund 1600 Bücher und Filme bilden den Grundstock. Gehrer und ihr mongolischer Amtskollege vereinbarten eine stärkere Zusammenarbeit auf dem Feld der Wissenschaft. Unter anderem wollen sich die Universität für Bodenkultur in Wien und die Mongolische Akademie der Wissenschaften mit Aufforstungsmaßnahmen für die Mongolei befassen, und die Veterinärmedizinische Universität, der Tiergarten Schönbrunn und die Nationaluniversität Ulan Bator erarbeiten ein Projekt zur Wiedereinbürgerung des Przewalski-Pferdes in der Mongolei. (APA OTS 15.8. 2003)

Heuschreckenplage in der Inneren Mongolei. Heuschreckenschwärme haben in der Inneren Mongolei ein Gebiet von der Größe Niedersachsens kahl gefressen. Etwa acht Jahre braucht die zerstörte Fläche, um sich zu erholen. Die Bekämpfung der Heuschrecken ist eine Frage des Geldes: Das Insektenvernichtungsmittel, das von Flugzeugen versprüht wird, kostet etwa 3,20 Euro pro Hektar, für die jetzt betroffene Fläche wären 15 Mio. Euro nötig gewesen, nur rund zwei Mio. wurden ausgegeben. Vor zwei Jahren war die Plage noch schlimmer ausgefallen, 800.000 Quadratkilometer waren damals betroffen. (Frankfurter Neue Presse 8.8.2003)

Erster katholischer Bischof und Kathedrale geweiht. In der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator ist erstmals ein katholischer Bischof geweiht worden. Zudem wurde die erste katholische Kathedrale des Landes eingesegnet, wie die asiatische katholische Nachrichtenagentur Ucanews berichtete. Gemeinsam mit mehreren asiatischen Bischöfen weihte der Präfekt der römischen Missions-Kongregation, Kardinal Crescenzio Sepe, Wenceslao Padilla (53) zum Bischof. In Anwesenheit von Vertretern von Staat, Kirche und Religionen segnete Sepe die noch nicht völlig fertige Bischofskirche Sankt Peter und Paul ein. Das von einem serbischen Architekten entworfene Gotteshaus hat die Gestalt einer Jurte. Am 30. August hatte Papst Johannes Paul II. das Scheitern seiner Reisepläne in die Mongolei eingeräumt. Er wäre "sehr gerne persönlich bei diesen bedeutsamen und historischen liturgischen Feiern dabei gewesen", heißt es in einem Schreiben. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Umfeld des Kirchenoberhaupts die Anstrengungen angesichts seines angeschlagenen Gesundheits-zustands für zu groß hielt. Die Mongolei ist seit 1991 ein bevorzugtes Missionsgebiet der katholischen Kirche in Asien. Die Zahl der Katholiken dort stieg innerhalb weniger Jahre von einem Dutzend auf derzeit 177. Weitere Mongolen bereiten sich in den bislang drei Pfarreien des Landes auf die Taufe vor. Die Mehrheit der Bevölkerung folgt dem tibetischen Buddhismus, eine Minderheit dem sunnitischen Islam. Christliche Missionen sind erst seit Ende der kommunistischen Herrschaft erlaubt. Die katholische Mission wird überwiegend von Priestern und Ordensleuten von den Philippinen sowie aus Korea und Europa getragen. (KNA, 1.9.2003)

Mongolei-Festival in Bärstadt. Zum dritten Mal fand im August das Mongolei-Festival des Deutsch-Mongolischen-Kulturvereins statt. Neben Ringkämpfen, Obertongesang und Buuz, den mongolischen Teigtaschen, gab es auch Informationen zu Naturschutzprojekten des Kulturvereins in der Gobi, zu den sozialen Projekten des Niederländisch-Mongolischen Kulturvereins Khadag und zur Arbeit der fran-zösischen Vereinigung Tamga, die mongolische Kunsthandwerker und Musiker unterstützt. Auch der Weltumreiter Manfred Schulze war mit seinem halb-mongolischen Hengst Temudschin zu Gast. (Wiesbadener Tagblatt 25.8.2003)

Deutsch-Mongolische Filmpremiere in Berlin. Im Rahmen der Asien-Pazifik-Woche wurde am 16. September in Berlin der Film „Lied von der Steppe – Musikalische Begegnung in der Mongolei" uraufgeführt. Der Film von Jörg Jeshel und Michael Schindhelm entstand in Zusammenarbeit mit dem Roaring Hoofs Festival, Professor Bernhard Wulff und der new music association of Mongolia, Sandandamba Badamkhorol. Er wurde im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Arte und dem Schweizer Fernsehen gedreht. Der einstündige Film schildert eine Reise durch die grandiosen Dünen-, Gebirgs- und Graslandschaften der Mongolei. Die Musik reicht von den Steppengesängen der Mongolen über das armenische Hirtenlied bis zum europäischen Saxophon-Konzert. (Info nachtaktiv-Film)

Wirtschaftstag Mongolei. Im Rahmen der Asien-Pazifik-Woche in Berlin trafen sich am 23. September auf dem „Wirtschaftstag Mongolei" rund 140 deutsche und mongolische Unternehmer, Wissenschaftler, Politiker, Verwaltungsbeamte, Wirtschaftsfachleute und Mongoleifreunde, um Informationen über den Stand und die Möglichkeiten der mongolisch-deutschen Zusammenarbeit auszutauschen. Besonderes Interesse zogen die Tourismusveranstalter auf sich. Besuchten im vergangenen Jahr noch 6.000 Touristen aus Deutschland die Mongolei, waren es in den ersten acht Monaten dieses Jahres 4.000. Das Interesse der Mongolen, in Deutschland und anderen europäischen Ländern zu studieren oder zu arbeiten, ist nach wie vor groß. Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Visa-Erteilung spielten in den Diskussionen eine große Rolle. (MongoleiOnline/News 22.-28.9.03)

Internationale Anerkennung für mongolischen Dokumentarfilm. D. Byambasuren, Studentin an der Fernseh- und Filmhochschule in München (Deutschland), wurde auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival in Toronto für ihren Beitrag „Die Tränen der Kamelstute" enthusiastisch gefeiert. Bereits während der Erstaufführung auf dem Münchner Filmfestival im Juli dieses Jahres konnte sich die junge Mongolin über einen Achtungserfolg freuen. Ursprünglich sollte der Film nur zweimal aufgeführt werden. Nun will das internationale Publikum mehr. Auch in der Mongolei soll der Film gezeigt werden. „Tränen der Kamelstute" ist die dritte Arbeit Byambasurens. Zuvor erarbeitete sie mit einem italienischen Kameramann Filme über ein mongolisches „Schlangenmädchen" und einen Volksmusiker. Die Hochschule finanzierte den Festivalfilm mit 300.000 Euro. (MongoleiOnline/News 22.-28.9.03)

Zigarettenschmuggel in angeblichem Diplomatengepäck. Ein Zigarettenschmuggel in angeblichem Diplomatengepäck ist im Rostocker Seehafen aufgeflogen. In einem aus Russland über Finnland kommenden VW-Transporter mit Diplomaten-Kennzeichen sollten 760.000 Zigaretten eingeschleust werden, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am 22. September mitteilte. Der Fahrer des Transporters wies sich mit einem gefälschten mongolischen Diplomatenpass aus und gab an, Diplomatengepäck nach Brüssel transportieren zu wollen. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. In der Vergangenheit wurde nach Angaben der Zollfahndung bereits mehrmals versucht, Zigaretten, getarnt als Diplomatengepäck mongolischer Vertretungen, einzuschmuggeln. Der verhinderte Steuerschaden beträgt den Angaben zufolge rund 75.000 Euro. ( AP 22.9.2003)

Trauer um Professor Helmuth Roth. Am 22. September starb in Bonn der Direktor des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Bonn, Prof. Dr. Helmuth Roth im Alter von 62 Jahren. Der international angesehene Archäologe und ehemalige Dekan der Philosophischen Fakultät leitete zuletzt die Ausgrabungen im Stadtgebiet der ehemaligen mongolischen Metropole Karakorum. In einem Nachruf würdigte der Rektor der Bonner Universität, Prof. Dr. Klaus Borchard, den Verstorbenen als einen "bedeutenden Archäologen von hohem internationalen Ansehen und einen charismatischen akademischen Lehrer". (Info Universität Bonn)

 

Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.
c/o Frank Voßen, Im Weiler 8, D-53123 Bonn, Germany
Tel. +49 / 228 / 6203894, Fax +49 / 228 - 620 38 93
eMail Kontaktformular
Internet www.mongolei.org 

Bankverbindung: Konto Nr. 87700
bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) 


Copyright © 1997-2007 Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. & Frank Voßen
Last Update: 08. Dezember 2007