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Erster
mongolischer Basketballer in US-Profiliga
Das weltberühmte
Basketballteam Harlem Globetrotters hat den zwei Meter großen
Mongolen Ts. Sharavjamts als Spieler verpflichtet. Damit ist Sharavjamts
der erste Mongole in dem US-Team. Moune Jackson, der Manager der Harlem
Globetrotters, sagte: "Sharavjamts ist ein guter Sportler und eine
Verstärkung für unser Team". Sharavjamts werde während des Sommers
im Team mittrainieren und habe sich bereits ein gutes Renommee
hinsichtlich seines sportliches Könnens erworben. Sharavjamts war Student
an der Otgontenger Universität in der Mongolei. Die Harlem Globetrotters
wurden im Jahr 1926 gegründet. Vor Sharavjamts gab es bislang nur fünf
Nicht-US-Spieler in dem Team. (Mongoliathisweek,
05.10.2001)
Deutsche Finanzhilfe für die
Mongolei
Der mongolische Minister
für Finanzen und Wirtschaft, Ch. Ulaan, und der deutsche Botschafter
Klaus Schröder haben einen Vertrag über finanzielle Zusammenarbeit in
Höhe von DM 20 Millionen unterzeichnet. Demnach will Deutschland DM 15,9
Millionen an zinsverbilligten Krediten und Hilfsmittel im Wert von DM 4,1
Millionen für die Mongolei bereitstellen. Nach Medienberichten soll die
deutsche Finanzhilfe die Modernisierung des zentralen Stromnetzes und die
Tätigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen im
Kommunikationssektor unterstützen. (Mongoliathisweek
5.10.2001)
Mongolischer Arbeitsmarkt zeigt
positive Entwicklungen
Der stellvertretende
Minister für Arbeit und Soziales, S. Chinzorig, äußerte sich zufrieden
über die jüngsten Entwicklungen des Arbeitsmarktes. Dank der von der
Regierung veranlassten rechtlichen und administrativen Maßnahmen sei eine
positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten, sagte S.
Chinzorig auf einer Pressekonferenz am 12. Oktober 2001. Nach dem
Inkrafttreten des Gesetzes zur Arbeitsförderung im letzten Sommer seien
50 Prozent mehr Anfragen von Firmen nach Arbeitskräften bei der
staatlichen Arbeitsvermittlung eingegangen. In den ersten drei Quartalen
des Jahres 2001 wurden 7.000 Arbeitslose erfolgreich in ein
Beschäftigungsverhältnis vermittelt, eine Steigerung von 70 Prozent
gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Nach Angaben des
stellvertretenden Ministers sind in der Mongolei offiziell über 40.000
Menschen als arbeitslos registriert. (Mongoliathisweek
17.10.01)
Ehemaliger Ministerpräsident warnt
vor übermäßigem Auslandseinfluss
P. Jasrai,
Parlamentsabgeordneter und ehemaliger Ministerpräsident, hat einen
"übermäßigen Einfluss" des Internationalen Währungsfonds und
anderer internationaler Kreditinstitute im mongolischen Wirtschaftsleben
kritisiert. In einer Grundsatzdebatte der regierenden Revolutionären
Volkspartei der Mongolei (MRVP) zu den wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes im Jahr 2002 nahm Jasrai die
Finanzpolitik der Regierung heftig unter Beschuss. Als eine der führenden
Persönlichkeiten der konservativen Kräfte innerhalb der MRVP meinte P.
Jasrai, der Bevölkerung sei eine schwere Steuerlast auferlegt worden. Er
forderte eine Erweiterung der Steuerbasis, damit die Steuerlast insgesamt
gesenkt werden könne. Die Aufnahme von Krediten im Ausland sei zu
stoppen. Die vom Pariser Klub der Geberländer zugesagten Kredite in Höhe
von $ 330 Millionen seien viel zu hoch, erklärte Jasrai, da für die
Regierungsarbeit in diesem Jahr höchstens $ 130 Millionen nötig seien. (Mongoliathisweek
17.10.2001)
MRVP wählt neuen Generalsekretär
Das Komitee der regierenden
Revolutionären Volkspartei hat am 18.Oktober 2001 das Führungspersonal
neu bestimmt. D. Idekhten wurde als neuer Generalsekretär gewählt. Er
trat damit die Nachfolge des verstorbenen L. Enebish an. S. Tumur-Ochir,
der als Mitglied des konservativen Parteiflügels gilt, wurde mit 80
Prozent der Stimmen als neuer Parlamentssprecher gewählt. Der promovierte
Mathematiker war von 1992 bis 1996 Abteilungsleiter für Wissenschaft und
Bildung im Bildungsministerium. (Mongoliathisweek,
20.10.2001)
Weichenstellungen für
Privatisierung der Telekommunikation
Der Minister für
Infrastruktur, B. Jigjid, hat bekannt gegeben, dass die gesetzliche
Grundlage für eine vollständige Privatisierung des boomenden
Telekommunikationssektors vorbereitet sei. Der Sektor sei in den
vergangenen Jahren sehr schnell gewachsen, so dass er mittlerweile sieben
Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmache. Mit dem neuen Gesetz werde
ermöglicht, dass die verbliebenen 60 Prozent der staatlichen
Telekomanteile von inländischen und ausländischen Firmen erworben werden
könnten, die übrigen 40 Prozent gehörten bereits einem koreanischen
Investoren, sagte Jigjid auf einer Pressekonferenz. Die Privatisierung
solle dazu dienen, die Telekommunikation in der Mongolei zu modernisieren.
Es gebe immerhin 400.000 Menschen auf dem Land, die keine Möglichkeit
hätten, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Außerdem sollten mit der
neuen Konkurrenz die Preise gesenkt werden, der Service für Mobiltelefone
sei viel zu teuer. (Mongoliathisweek
20.10.2001)
Mongolischer Diplomat musste
Großbritannien verlassen
Auf die Bitte von
Großbritannien hin hat die mongolische Regierung einen Mitarbeiter der
mongolischen Botschaft in London zurückgerufen. Tumurbatar, der dritte
Sekretär der Botschaft, soll sich nach britischen Angaben an Aktivitäten
beteiligt haben, die "seinem Status unangemessen" waren. Die
Meldung wurde sowohl von britischer als auch mongolischer Seite
bestätigt. Nähere Angaben zu den " Aktivitäten" gab es jedoch
von beiden Seiten nicht. Aus Diplomatenkreisen hieß es, die Tatsache,
dass die britische Regierung den Diplomat nicht ausgewiesen, sondern die
mongolische Regierung dazu aufgefordert habe, den Mann zurückzurufen,
zeige, dass London daraus kein großes Ereignis machen wolle. (Mongoliathisweek
20.10.2001)
Zuwanderungsstrom in die Hauptstadt
lässt sich nicht stoppen
Täglich kämen 50 bis 70
Menschen aus der ländlichen Gegend, um sich in der Hauptstadt Ulaanbaatar
niederzulassen. Die städtische Versorgung gerate dadurch immer stärker
unter Druck und das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land drohe zu kippen.
Dies sagte ein Beamter des Bürgermeisterbüros der Stadt Ulaanbaatar
gegenüber der Presse. Nach offiziellen Angaben kommen jährlich bis zu
20.000 Menschen in die Hauptstadt und die Tendenz steigt, wobei die
Dunkelziffer weitaus höher sein dürfte. Da die Registerierungsgebühren
sich mittelweile verdoppelt haben, lassen viele Migranten sich in der
Hauptstadt nieder, ohne sich bei den Behörden anzumelden. Die meisten
Menschen kommen aus den Provinzen Zavkhan, Khovd und Uvs. Zur Zeit lebt
bereits jeder Dritte der 2,4 Millionen Mongolen in der Hauptstadt. (Mongoliathisweek,
01.11.2001)
Industrielle läuten Warnglocken
Die mongolischen
Industrieproduktion werde in Kürze zusammenbrechen, falls das umstrittene
Steuerpaket vom Parlament angenommen werde, so die Behauptung der
mongolischen Industriellen. N. Dashzeveg. Der Vorsitzende der Union der
nationalen Industrie sagte vor Journalisten am 13. November, einige
Bestimmungen des Steuerpakets wie z.B. das Vorhaben, die Importzölle von
derzeit 7 auf 5 Produzent zu reduzieren, würden die nationale Industrie
negativ beeinflussen. Falls das Gesetz verabschiedet werde, würden die
nationalen Produkte noch mehr Konkurenz auf dem einheimischen Markt
bekommen. Zugleich bedeute dies ein Verzicht auf das Recht, welches der
Mongolei beim Eintritt in die WTO eingeräumt worden sei, wonach das Land
die Importzölle um 20 bis 30 Prozent erhöhen dürfe. N.Dashzeveg drohte
der Regierung mit einer Klage beim Internationalen Gerichtshof der WTO,
wenn die Warnungen der nationalen Industrie weiterhin ignoriert würden.
(Mongoliathisweek 13.11.2001)
Scheidungsrate steigt
Eine im Auftrag des
nationlen Zentrums gegen Gewalt durchgeführte Studie hat gezeigt, dass in
den letzten drei Jahren mehr als 1.500 Ehen zu Bruch gingen. Die meisten
Scheidungsfälle sind darauf zurückzuführen, dass Frauen Gewalt von
ihren Ehemännern nicht länger dulden wollen. Die stellvertretende
Vorsitzende des Zentrums, B. Altanchimeg, sagte auf einer Pressekonferenz
anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt am 25. November, das
Zentrum habe eine Gesetzesinitiative gestartet, um innerfamiliäre
Gewalttaten in der Zukunft härter zu bestrafen. Außerdem sei geplant,
das Thema in den Schulunterricht einzubeziehen, um die junge Generation im
Sinne der Gleichberechtigung aufzuklären. (Mongoliathisweek
24.11.2001)
Chinesische Kapitalflucht
befürchtet
Um einen Abbau von Hunderten
von Arbeitsplätzen zu verhindern, hat das Ständige Komitee für
Wirtschaft des mongolischen Parlaments eine Arbeitsgruppe ins Leben
gerufen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine Lösung zu finden, damit die
mit chinesischem Kapital betriebenen Textilfabriken im Land bleiben. Seit
dem Beitritt zur WTO genieße China den Status "einer
meistbegünstigten Nation". Dies könne dazu führen, dass die bis
jetzt in der Mongolei ansässigen chinesischen Textilfirmen nach China
zurückkehrten. Damit wären Hunderte von Arbeitsplätzen bedroht, sagte
der Vorsitzende des Ständigen Komitees, T. Ochirkhuu. (Mongoliathisweek
29.11.2001)
Deutsch-Mongolische Gesellschaft
beim Tag der Vereinten Nationen.
In einer Jurte auf dem
Bonner Marktplatz präsentierte sich die Deutsch-Mongolische Gesellschaft
e.V. zum Tag der Vereinten Nationen am 25. Oktober 2001, der dem Dialog
der Kulturen gewidmet war. Da zwischen der Bundesstadt Bonn und
Ulaanbaatar enge Partnerbeziehungen auf kommunaler Ebene bestehen, war die
Deutsch-Mongolische Gesellschaft eingeladen worden, an der Gestaltung des
Tags der Vereinten Nationen mitzuwirken, der von Bundespräsident Johannes
Rau eröffnet wurde. Der Infostand wurde von Doris Götting und Frank
Voßen betreut. Viel Beifall erhielten mongolische Musiker mit ihrem
Auftritt auf der großen Bühne. Ende Dezember bedankte sich die Bonner
Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann in einem persönlichen Schreiben an
die Präsidentin der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft, in dem sie auf das
große positive Echo der Veranstaltung auf dem Bonner Marktplatz hinwies.
(Info D.Götting, Dez. 2001)
Mongolische Polizei-Delegation in
Deutschland.
Auf Einladung von
Bundesinnenminister Otto Schily hielt sich eine ranghohe
Polizei-Delegation aus der Mongolei unter Leitung des Chefs der
Hauptverwaltung der mongolischen Polizei, Sandag-Ochir, zu einem Besuch in
der Bundesrepublik auf. Unter anderem informierte sich die Delegation in
der deutschen Polizei-Führungsakademie in Münster-Hiltrup über deren
Aufgaben und Struktur sowie über die Angebote für Aus- und
Weiterbildung. Zwischen den beiden Ländern besteht ein Abkommen über
Zusammenarbeit auf dem Polizeisektor. (Münstersche
Zeitung 10.12.01)
Kooperationsprojekt im
Sozialbereich.
Der Deutsche Akademische
Austauschdienst (DAAD) unterstützt für vier Jahre ein gemeinsames
Projekt der Katholischen Fachhochschule (KFH) Münster und der
Soziologischen Fakultät der Mongolischen Staatsuniversität in
Ulaanbaatar, in dessen Rahmen zur Zeit in der Mongolei ein
praxisorientierter Studiengang für Sozialarbeit aufgebaut wird. Dieser
Studiengang besteht seit dem Jahr 2000; das Curriculum enthält Bausteine
des Lehrplans der KFH für die Fächer Soziale Arbeit und Heilpädagogik.
Damit sollen neue Methoden vermittelt werden, um die Probleme anzugehen,
die der Zerfall des nomadischen Lebensalltags und der
Transformationsprozess in der Mongolei hervorgerufen haben. Der neue
Studiengang hat zur Zeit 50 Studenten. Da es kaum mongolische
Fachliteratur gibt, müssen die Studierenden Sprachkenntnisse in Deutsch
oder Englisch vorweisen können. Der 1999 geschlossene Kooperationsvertrag
zwischen Münster und Ulaanbaatar über die Einrichtung des Studiengangs
sieht ferner einen Studenten- und Praktikantenaustausch vor, der in zwei
Jahren beginnen soll. (Münstersche
Zeitung, 11.12.01)
Hohe Auszeichnung für Frank Voßen.
Anlässlich des Tages des
Ehrenamts verlieh Bundespräsident Johannes Rau dem Vorstandsmitglied des
Kinder- und Jugendrings der Stadt Bonn und Geschäftsführer der
Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e.V., Frank Voßen, am 15. Dezember in
der Villa Hammerschmidt in Bonn den Verdienstorden der Bundesrepublik
Deutschland. Damit wurde sein besonderes Engagement für den
deutsch-mongolischen Jugendaustausch gewürdigt, in dessen Rahmen in den
letzten Jahren mehrere mongolische Pfadfinder- und Jugendgruppen nach Bonn
kamen. Ferner organisierte und leitete er internationale Jugendbegegnungen
in der Mongolei. Insgesamt ist Voßen bereits seit 18 Jahren ehrenamtlich
in verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit in Bonn tätig. Er ist ferner
der Initiator von MongoleiOnline, dem seit 1998 bestehenden
deutschsprachigen Internet-Informationsangebot über die Mongolei.
lt. Pressemitteilung Kinder-
und Jugendring Bonn e.V. 15.12.01
****
Betr.: „Mongolische Notizen"
10/2001 – Korrigenda.
In der jüngsten Ausgabe der
„Mongolischen Notizen" sind uns einige Versehen unterlaufen, die
wir zu entschuldigen bitten. So muss es im Leitartikel (S.3) anstelle von
„80 Jahre Mongolische Volksrepublik" „80 Jahre unabhängige
Mongolei" heißen. In dem Beitrag von Dr. Werner Hilbig (S.59 ff.)
wurden die im Text erwähnten Abbildungen 2-4 nicht verwendet, sondern
durch andere ersetzt. Außerdem befindet sich die im Bildnachweis
aufgeführte Grafik auf S.60 (statt S.61). Entsprechend befinden sich die
Fotos des nachfolgenden Beitrags der Christian-Oswald—Stiftung auf S.61
bzw. 66.
Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V.
c/o Frank Voßen, Im Weiler 8, D-53123 Bonn, Germany
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228 - 620 38 93
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Last Update: 08. Dezember 2007 |